Wüsten, Canyons, der Luxus der Weite und kulturelle Vielfalt mit einem Hauch deutscher Geschichte

geführte Kleingruppenreise durch den Süden Namibias

Bei unseren Beratungsgesprächen und auf der Suche nach der perfekten Destination oder Reiseplanung für Ihre Reise hören wir immer mal wieder aus Ihren Reihen Fragen wie: „was ist denn Ihr Lieblingsland in Afrika…?“, „wäre es Ihre Reise, wohin würden Sie fliegen…?“, oder: „was war Ihre bislang schönste Reise in Afrika …?“  Auch werden wir immer mal wieder von Ihnen gefragt, ob nicht wir selbst Ihre Reise einfach begleiten könnten.
Hieraus ergab sich die Idee, eben auf diese Ihre wiederkehrenden Fragen und  Anregungen einzugehen und genau das zu tun – eine Reise in eine Destination unserer Wahl zusammenzustellen und bei der Planung jene Aspekte  einzubauen, die uns persönlich besonders reizen, und diese Reise dann auch selbst zu begleiten.
Ich habe mich für den Süden Namibias entschieden, denn ich wollte eine Kombination aus klassischen Highlights und auch etwas weniger bekannten Regionen. Mit den traumhaften Dünenlandschaften der Namib, mit dem beeindruckenden Fish River Canyon und auch mit einem etwas anderen Safari Erlebnis im Kgalagadi Transfrontier Park haben wir klassische Highlights im Tourverlauf, widmen uns aber auch weniger bekannten und deshalb nicht weniger spannenden Stationen wie dem Weinanbaugebiet, eben der so weit von allem entfernten Stadt Lüderitz mit der Geisterstadt Kolmanskuppe, und dem spannenden Lebensraum der Kalahari mitsamt der einzigartigen Kultur der San, was nicht immer auf den ersten Seiten in Reiseführern über das Land zu finden ist
Ich freue mich riesig darauf mit Ihnen dieses faszinierende Land zu bereisen.
Herzlichst
Christoph Faust

Wir bitten um eine Anmeldung spätestens bis 15.06.2018 

Lage/Route

Reiseverlauf

Anreise

Am Abend treffen wir uns am Flughafen von Frankfurt, um 21.30 erhebt sich eine Maschine der Air Namibia mit uns in den Frankfurter Nachthimmel und bringt uns ohne Zeitverschiebung nonstop über Nacht nach Windhoek, und um 05.30 Uhr am folgenden Morgen landen wir auf namibischen Boden.

Tag 1: Windhoek

Herzlich Willkommen in Namibia!
Herzlich willkommen heißt uns auch unser unser deutschsprachiger Tourguide, der uns am Flughafen empfängt und in unserem klimatisierten 24 Sitzer Bus brechen wir nun in die City auf um Namibias Hauptstadt zu erkunden. Windhoek gilt als die sicherste und allemal als die sauberste Hauptstadt Afrikas. Mit gerade einmal 700.000 Einwohnern verströmt die Stadt einen geschäftigen, aber nicht hektischen Charme. Die Stadt präsentiert sich modern und weltoffen, Windhoek ist nicht nur der geografische, sondern auch der politische, wirtschaftliche und kulturelle Mittelpunkt des Landes. Wir entdecken zahlreiche Springbrunnen und große Fußgängerzonen mit europäisch anmutenden Flair, geprägt von Straßen- oder Gartencafés, Geschäften, Einkaufszentren und auch vielen historischen Gebäuden. Straßenhändler in bunter Kleidung verkaufen Kunsthandwerk und Schnitzereien auf den Straßenmärkten und erinnern uns daran, daß wir eben doch in Afrika sind. Im Rahmen unserer Stadterkundung besuchen wir auch das Regierungsviertel mit dem Tintenpalast, heute Regierungssitz, die Christuskirche, die mit ihrem hohen Kirchturm zu einem dominierenden Wahrzeichen Windhoeks geworden ist, die Alte Feste, ein ehemaliges Fort, in dem heute ein Museum untergebracht ist. Auch einer kleinen Turnhalle in der Innenstadt werden wir einen Besuch widmen, so unscheinbar dieses Gebäude auch aussehen mag, so war es doch Schauplatz geschichtsträchtiger Ereignisse. Am Abend kehren wir in Jo‘s Beerhouse ein, in den verwinkelten Innenhöfen essen wir zu Abend und finden auch anschließend Zeit z.B. bei einem eiskalten Windhoek Lager für ein erstes Resümee zu den Ereignissen des Tages, und wir blicken auch schon mal auf die folgenden Tage.

Unterkunft:         Hotel Thule
Zimmertyp:         Standard Zimmer
Website:              www.hotelthule.com
Distanz:               ca. 40 km vom Flughafen zur Unterkunft + Ausflüge
inkl. Mahlzeiten: keine
(Abendessen auf eigene Rechnung)

 

Tag 2: (bei) Marienthal

Obwohl noch in urbanem Umfeld gewöhnen wir uns schon mal an afrikanische Tagesabläufe und der Wecker wird uns heute für ein schon recht frühes Frühstück aus den Federn holen. Bevor wir dann gen Süden aufbrechen, geht es zunächst nochmal für 10 km gen Norden in den Stadtteil Katutura. Nach der europäisch anmutenden Innenstadt zeigt uns nach dieser kurzen Fahrt Windhoek ein ganz anderes Gesicht und wir erleben damit einen ersten Kontrast des Landes, denn hier findet auch ein gänzlich anderes Leben statt. Wir erkunden auch diesen bunten und lebendigen Stadtteil und werden auch das Penduka Development Projekt besuchen.
Dann verlassen wir auf unserer ersten Überlandetappe die Hauptstadt gen Süden. Nun durchqueren wir auf einer noch recht überschaubaren Etappe und noch mit Asphalt unter den Rädern die Kalahari und erreichen unsere Lodge an den westlichen Ausläufern dieser. Obwohl wir noch auf der einzigen Hauptstrasse als Nord-Süd-Verbindung unterwegs sind, gewinnen wir hier schon einen Eindruck der unglaublichen Weite dieses Landes, denn es werden uns nur sehr wenige Menschen und Autos begegnen. An unserer Lodge nahe der Ortschaft Marienthal gelegen angekommen, erfahren wir nun etwas über die Kalahari, deren Entstehung, deren Fauna und Flora, und natürlich auch deren Ureinwohner – die San. Und ganz nebenbei erleben wir natürlich auch schon die schroffe Schönheit dieser flachen Landschaft während eines abendlichen Spaziergangs in den meist traumhaften Sonnenuntergang.

Unterkunft:         Kalahari Anib Lodge
Zimmertyp:         Chalet
Website:              www.gondwana-collection.com
Distanz:               ca. 300 km
(über Katutura)
inkl. Mahlzeiten: 1 x Frühstück & 1 x Abendessen
 

Tag 3 bis 4: Kgalagadi Transfrontier Park

Nun wird unsere Fahrt abenteuerlicher, es geht auf entlegenen Schotterstrassen in den ebenso entlegenen Südosten des Landes, und wir erreichen bei Mata Mata den Kgalagadi Transfrontier Park. Ab hier kommt unser Bus im tiefen Sand der Kalahari nicht weiter und wir steigen daher um auf offene Gelände-Fahrzeuge, mit denen wir noch ein gutes Stück durch den Park zur !Xaus Lodge gebracht werden. Hier geht es nun vornehmlich um die Fauna der Kalahari. Es begegnen uns wohl bekannte Spezies der afrikanischen Tierwelt, aber auch ganz besondere Kreaturen, die die Evolution teils mit den erstaunlichsten Fähigkeiten ausgestattet hat, um den harschen Bedingungen der Wüste zu trotzen.
Der folgende Tag steht ganz im Zeichen der Begegnung mit der afrikanischen Tierwelt. Auf einer morgendlichen und einer abendlichen Pirschfahrt in offenen Geländefahrzeugen, begleitet von bestens ausgebildeten Guides werden wir dieser Fauna näher kommen. Dabei werden wir die Fahrzeuge auch mal verlassen und uns zu Fuß durch den Busch bewegen. Das gibt uns die Möglichkeit die Sinne für die kleinen Details zu schärfen, Spuren zu lesen, Pflanzen zu fühlen, zu schmecken & zu riechen, und uns in die Herausforderungen hineinzuversetzen, derer es zum Überleben in dieser trockenen Region für Menschen, Tiere und Pflanzen bedarf.
Zwischen unseren Pirschfahrten bleibt aber auch genügend Zeit uns den Annehmlichkeiten unserer an einem Hang über einer Salzpfanne gelegenen Lodge mit außergewöhnlicher Architektur zu widmen, uns kulinarischen Leckerbissen hinzugeben, das richtige Getränk zu jeder Tagesszeit zu genießen, oder uns am Pool abzukühlen. Von der gesamten erhöhten Anlage der !Xaus Lodge wie auch von den Verandas unserer hölzernen Chalets selbst haben wir einen perfekten Blick auf die kleine und nachts beleuchtete Tränke unten in der Salzpfanne, an der sich alle möglichen Tiere einfinden um sich ein Schlückchen Wasser zu gönnen.

Unterkunft:          !Xaus Lodge
Zimmertyp:          Chalet
Website:               www.xauslodge.co.za
Distanz:                ca. 350 km
(davon ca. 50 km im offenen Geländewagen durch den Park) + Pirschfahrten
inkl. Mahlzeiten:  2 x Frühstück & 2 x Abendessen / 1 x Mittagessen

Tag 5: Keetmanshoop

Nach unserem Safari Abenteuer geht es nun zunächst über 90 Sanddünen in Geländefahrzeugen zurück zum Mata Mata Gate, hier besteigen wir wieder unseren Bus und fahren in westlicher Richtung nach Keetmanshoop.
Hier liegen gleich zwei weitere faszinierende landschaftlich reizvolle Stationen unmittelbar nebeneinander. Zum einen werden wir den sogenannten „Spielplatz der Riesen“ besuchen und uns in einem gemütlichen Spaziergang die Füße vertreten. Riesige Dolerit Fels-Formationen prägen diese Landschaft und untermauern tatsächlich den Gedanken, Riesen könnten hier mit Bauklötzchen gespielt haben. Die Gebilde bestehen aus meist mehreren Felsbrocken, die den Eindruck erwecken wohl überlegt übereinander gestapelt und ausbalanciert worden zu sein. Tatsächlich sind sie natürlich nur Zeugen von Namibias geologischer Vielfalt und Folge eines vor 170 Millionen Jahren begonnenen Verwitterungsprozess, bei dem Wind und Wetter die weicheren Gesteinsschichten um die Dolerit Felsen abgetragen haben. Nur ein paar Minuten Fahrt entfernt liegt der Köcherbaumwald. Auf steinigen Hügeln hat sich eine ungewöhnlich hohe Anzahl dieser Sukkulenten Art verbreitet. Besonders im tiefstehenden Licht der Abendsonne ergeben sich hier wunderbare Fotomotive, die wie natürlich auch auskosten möchten. Und wer noch der Safari nachtrauert, dem sei versichert, auch hier gibt es natürlich tierisches Leben. Besonders die Klippschliefer („Dassis“) fühlen sich in den Nischen zwischen den Felsen sicher und sind hier in hoher Anzahl anzutreffen.

Unterkunft:          Maritz Country Lodge
Zimmertyp:          Bungalow
Website:               www.maritzcountrylodge.com.na
Distanz:                ca. 330 km
inkl. Mahlzeiten:  1 x Frühstück & 1 x Abendessen

Tag 6 bis 7: Fish River Canyon

Heute geht unsere Reise auf einer wieder überschaubaren Etappe ein Stück weiter in den Süden, zum Fish River Canyon – einem landschaftlichen Höhepunkt in der Region und sicher auch unserer Reise. Der Fish River ist mit 650 Kilometern der längste Fluss Namibias. Er entspringt im östlichen Naukluft Gebirge und mündet südwestlich von Ai-Ais in den Oranje. Der Canyon am Unterlauf des Fisch-Flusses gehört zu den eindrucksvollsten Naturschönheiten im südlichen Teil Namibias. Mit seiner Tiefe von bis zu 550 Metern bildet der Fish River Canyon - nach dem Grand Canyon in Amerika - den zweitgrößten Canyon der Welt.
Dank der recht kurzen Etappe haben wir auch bei Ankunft in der Abendsonne schon die Gelegenheit einen ersten Blick in die beeindruckende Schlucht zu werfen und werden uns dabei auch schon etwas mit der Entstehungsgeschichte des Canyons beschäftigen. Am Folgetag steht uns dann nochmal fast der ganze Tag zur Verfügung, um sich von den mal wieder neuen Dimensionen von Raum und Zeit in Namibia zu öffnen. Wir haben die Möglichkeit lange an der Schlucht entlang zu spazieren um nicht nur das beliebte Fotomotiv der 180 Grad Windung des Mäanders am Main Look Out zu bestaunen, sondern in verschiedene Abschnitte des Tals hineinzublicken – und damit auch in verschiedenste Erdzeitalter, durch die hindurch sich der Fluss sein tiefes Bett in Millionen von Jahren gegraben hat. Der Canyon ist nicht nur bis zu 550 m tief – das obere „alte“ Tal ist zudem bis zu 27 km breit. Neben diesen Zahlen ist es aber vor allem der unwiderstehliche Blick in die Weite und Tiefe, der niemanden unberührt lassen wird. Nichts, kein Auto, kein Telegraphenmast, kein Haus, kein künstliches Licht, und nein, nicht mal ein Geländer lenken uns ab von diesem grandiosen Fernblick.

Curio Shop 1:
Wir sind auch am Fish River Canyon in der Wüste, aber in welcher eigentlich, in der Kalahari, in der Namib...?
Was unterscheidet diese beiden Wüsten voneinander, wo wir doch die ganze Zeit schon durch unterschiedliche Formen von Wüsten und Halbwüsten fahren ...? Wo hört die eine auf, wo fängt die andere an ...? Was ist beiden gemeinsam ...? An unserem zweiten Abend in der Canyon Lodge möchte ich Sie zu einem kleinen Gedankenaustausch einladen, um uns mit u.a. diesen Fragen etwas näher zu beschäftigen. Die Teilnahme ist natürlich optional, als Konkurrenz lockt in unserer schönen Lodge z.B. nicht zuletzt einer der schönsten Pool Anlagen, die mir in Namibia in Erinnerung geblieben sind ...

Unterkunft:         Canyon Lodge
Zimmertyp:         Bungalow
Website:              www.gondwana-collection.com
Distanz:               ca. 160 km
(+ ca. 50 km für Ausflüge)
inkl. Mahlzeiten:  2 x Frühstück & 2 x Abendessen
 

Tag 8: Aussenkehr

Bei “klassischen” Namibia Rundreisen markiert der Besuch des Fish River Canyons meist den südlichsten Punkt der Route. Wir werden aber heute noch etwas weiter gen Süden vorstoßen und erreichen den Orange River, der hier ganz im Süden Namibias die Grenze zu Südafrika bildet.
Namibia wird uns abermals mit einem Kontrast ins Staunen versetzen. Die Region um den Fish River Canyon und auch südlich davon ist karg und trocken. Wir durchfahren dabei teils völlig vegetationslose, hügelige Weiten aus Geröll, Steinen und Staub, wobei Entfernungen und Höhe von Bergen nur schwer einzuschätzen sind, weil dem Auge jegliche Referrenz fehlt. Irgendwann sehen wir auf dieser wieder recht kurzen Etappe Quadratkilometerweise sattes Grün vor uns, das sich mit messerscharfen und kerzengeraden Kanten gegen das Grau und Rot der Geröllwüste abzeichnet und uns fast wie eine Fata Morgana erscheint. Wir haben Namibias Weinanbaugebiet erreicht. Die großflächigen Plantagen werden mit Wasser aus dem ganzjährig wasserführenden Orange River gespeist . Namibias Weintrauben werden ausschließlich für den Verzehr produziert, und die Früchte landen weltweit als Tafeltrauben auf dem Markt. Beim Bau der ersten Pumpanlagen vor mehr als 100 Jahren hatten bereits Ingenieure des deutschen Kaiserreiches ihre Finger im Spiel. Wir werden uns Plantagen anschauen, die älteren und moderneren Bewässerungsanlagen und den zunächst als reine Arbeitersiedlung gebauten skurilen Ort “Aussenkehr”, der erst viel später Stadtrechte erhielt.
Unsere Lodge liegt direkt auf einer Weinfarm und unmittelbar am Ufer des Flusses, wer Lust hat, kann sich ein Kanu leihen und ein bischen über den Oranje River paddeln. Der Fluß ist nicht sehr breit und man kann – ohne jegliche Einreiseformalitäten – auch mal kurz den Fuß auf südafrikanischen Boden setzen.

Unterkunft:         Norotshama River Lodge
Zimmertyp:         Bungalow oder Chalet
(evtl. unterschiedliche Größen und Standards)
Website:              (keine eigene URL)
Distanz:               ca. 120 km
inkl. Mahlzeiten: 1 x Frühstück & 1 x Abendessen

Tag 9 bis 10: Aus

Auch für uns geht es nun wieder nach Norden und unsere nächste Station nach Aussenkehr ist nun Aus. Der Ort Aus liegt in der südlichen Namib, wobei der Begriff “Ort” eigentlich zu hohe Erwartungen and diese winzige, ab an einer strategisch bedeutenden Kreuzung liegende Siedlung weckt. Die Gegend um Aus ist unter anderem bekannt für die Wildpferde, die wir mit etwas Glück hier entdecken können. Diese Wildpferde sind – sehr wahrscheinlich - Nachkommen geflohener oder zurückgelassener Nutztiere der Deutschen Schutztruppe zu Kolonialzeiten, die Tiere haben sich den harschen Bedingungen der Wüste erstaunlich gut angepasst, und die Population wuchs über die Jahrzehnte sogar.
Aus ist auch Ausgangapunkt der vielleicht längsten Sackgasse der Welt, denn gen Westen führt ab hier die einzige Srasse nach Lüderitz. Ca. 130 km liegen zwischen Aus und Lüderitz, und wer - wie wir – in diese Strasse einbiegt, kommt auch den selben Weg wieder zurück. Am Folgetag werden also auch wir gen Lüderitz aufbrechen, um diese verschlafene kleine Küstenstadt zu erkunden. Zwischen dem Ende einer 130 km langen Sackgasse, dem atlantischen Ozean im Westen, dem Diamantensperrgebiet im Süden und den endlosen Dünen der Namib im Norden gelegen, in einem der am dünnsten besiedelten Länder der Welt, darf man von Lüderitz wohl behaupten, dass kaum eine Stadt irgendwo auf der Welt weiter vom Schuss abliegt als diese. Zudem sinkt die Einwohnerzahl von Lüderitz nach einem kurzeitigen starken Anstieg in den letzten 10 bus 20 Jahren wieder, während Namibias Bevölkerung generell steigt. Vielleicht droht Lüderitz über früh oder lang sogar ein ähnliches Schicksal wie einer der bizarresten Orte des Landes, die unmittelbar vor Lüderitz gelegene Geisterstadt “Kolmanskuppe”. Hatte sich zu Zeiten des Diamantenfiebers Kolmanskuppe zwischenzeitlichen zu einer der reichsten Städte der südlichen Hemisphere gemausert, wanderten die Glücksritter auch genauso schnell wieder ab, als sich die Fundorte des edlen Gesteins immer weiter entfernten.
Ohne die Diamanten hatte eine Stadt mitten in der Wüste keine Bedeutung mehr und die teils herrschaftlichen Häuser wurden genauso schnell wieder verlassen, wie sie einst gebaut wurden. Die Wüste holte sich die Siedlung zurück, wobei sie auch mit extrem trockener Luft dazu beitrug die Gebäude zu konservieren, so daß wir uns die Geisterstadt heute in Ruhe anschauen können und uns einige Anekdoten zur Kolmanskuppe anhören werden, denn es ranken sich teils abenteuerliche Legenden um die Geschichte dieser bizarren Siedlung.

Unterkunft:         Klein Aus Vista / Desert Horse Inn
Zimmertyp:         Standard Zimmer
Website:             www,klein-aus-vista.com
Distanz:              ca. 270 km
(+ ca. 260 km für Ausflüge)
inkl. Mahlzeiten: 2 x Frühstück & 2 x Abendessen
 

Tag 11 bis 13: Sesriem

Unsere Reise neigt sich ganz allmählich dem Ende, und wir steuern weiter gen Norden nochmal einem weiteren landschaftlichen Höhepunkt Namibias entgegen. Auf dem Weg werden wir noch Schloss Duwiseb besuchen, dieses pömpöse koloniale Bauwerk mitten in der Wüste wirkt auch schon surreal, aber dann erreichen wir die berühmten Dünen bei Sesriem, die in der Tat von fast surrealer Schönheit sind (weshalb sie z.B. auch schon als Kullisse für die Star Wars Episode “das Erwachen der Macht” dienten).
Am Folgetag haben wir den gesamten Tag zur Verfügung, um diese verzaubernde Landschaft zu genießen. Unser Bus wird im tiefen Sand bald wieder an seine Grenzen stoßen und daher steigen wir mal wieder in offene Gelände-Fahrzeuge für die letzten km um zum Sossusvlei, zum Dead Vlei und um evtl. auch die ein oder andere der bis zu 350 m hohen Dünen zu erklimmen.
Auf dem Rückweg zur Lodge besuchen wir auch den Sesriem Canyon, eine bis zu 30 m tiefe und angenehm kühle Schlucht, die früher für Durcheisende eine ganz wichtige Rolle zur Wasserversorgung spielte, die sich auch im Namen “Sesriem” wiederspiegelt – aber dazu mehr vor Ort.
Die Dünen von Sesriem sind die höchsten Wanderdünen der Welt, aber dieser Superlativ ist für mich nur eine Randnotiz, denn auch wenn nicht objektiv messbar bilden sie für mich die mit Abstand schönste Dünenlandschaft der Welt. Besonders bei noch- oder schon tiefstehender Sonne zeichnet der Lichteinfall wunderschön geschwungene Linien entlang der Dünenkämme und bildet fantastische Farbkontraste zwischen tiefrot auf der einen, und fast schwarz auf der anderen Seite.
Auch der komplette 2. Tag steht uns in dieser traumhaften Landschaft zur Verfügung, wir können die Annehmlichkeiten unserer Lodge genießen, in kleineren und größeren Radien um die Lodge Wandern, an Aktivitäten durch die Lodge organisiert teilnehmen oder uns vielleicht sogar eine Fahrt im Heissluftballon über das Dünenmeer gönnen. Zu den Optionen informieren wir Sie schon während unserer Reise und können einzelne Aktivitäten auch schon von unterwegs für Sie arrangieren bei Interesse.

Curio Shop 2:
Viele Menschen sind uns im Laufe unserer Reise nun begegnet. Englisch sprachen sie fast alle, manche auch deutsch, andere unterhielten sich untereinander in ganz anderen Sprachen und es gab teils sehr unterschiedlichen Kleidungsstil. Wer sind denn die „eigentlichen“ Namibier und gibt es so etwas wie die Ureinwohner in diesem Vielvölkerstaat...? Gibt es eine Nation Namibia ...? An unserem letzten Abend in der Sossus Dune Lodge möchte ich Sie nun wieder zu einem kleinen Gedankenaustausch zu diesem Thema einladen. Auch hier ist die Teilnahme selbstredend optional und auch hier gibt es Konkurrenz, es lockt der Pool, der Blick in die rote Dünenwelt der Namib, oder ein kühler Sundowner auf der Veranda Ihres Chalets ....

Unterkunft:         Sossus Dune Lodge
Zimmertyp:         Chalet
Website:              www.nwr.com.na/resorts/sossus-dune-lodge
Distanz:               ca. 380 km (+ ca. 100 km für Ausflüge)
inkl. Mahlzeiten: 3 x Frühstück & 3 x Abendessen

 

Tag 14: (nördlich von) Windhoek

Der Kreis unserer Schleife durch den Süden Namibias schließt sich heute wieder und wir erreichen nach einer längeren, aber teils landschaftlich sehr reizvollen Fahrt die Naankuze Lodge etwas nordöstlich von Windhoek, in Schlagdistanz zum Flughafen. Nach der heute etwas längeren Etappe werden wir bei Ankunft nicht mehr viel Zeit haben für verschiedene von der Lodge angebotenen Aktivitäten, aber wir können beim Abendessen schon mal schauen, was der morgige Tag noch so für uns zu bieten haben könnte.

Unterkunft:            Naankuse Lodge
Zimmertyp:            Chalet
Website:                 www.naankuselodge.com
Distanz:                  ca. 380 km bis 420 km
(je nach Zustand der Strassen und Zeitplan stehen verschiedene Routen zur Auswahl)
inkl. Mahlzeiten:    1 x Frühstück & 1 x Abendessen

Tag 15: Abreise

Der letzte Tag unserer Reise ist angebrochen, und so langsam heisst es Koffer packen und Abschied nehmen von Namibia. Da unser Flieger aber erst abends geht, können wir den ganzen Tag noch je nach unseren Interessen und Lust & Laune unterschiedlich mit Leben füllen.
Naankuze ist eine prämierte Lodge, hinter der das Konzept steht die Bedürfnisse von Menschen, Tieren und der Natur in Einklang zu bringen. Auf Naankuze hat man es sich zum Beispiel zur Aufgabe gemacht, die natürliche Fauna Afrikas zu schützen und bietet verwaisten, verletzten, oder auch einfach nur gefährdeten Tieren die Möglichkeit frei von Jagd oder den Konflikten mit Farmern zu leben. In einigen Bereichen des Areals können Sie sich sogar auch alleine zu Fuß bewegen und dabei viele spannende Begegnungen mit der afrikanischen Fauna erleben, so leben z.B. auch über 250 verschiedene Vogelarten auf dem Gelände, auch Wildhunde, Löwen, Leoparden und die seltenen Karakale („Wüstenluchs“), die man z.B. teils an der Seite von Guides auch zu Fuß durch den Busch begleiten kann. Neben der Beobachtung der Tiere selbst teilen die gut ausgebildeten Wildhüter und freundlichen Mitarbeiter gerne ihr enormes Fachwissen über die unterschiedlichen Lebensweisen der afrikanischen Wildtiere, deren Jagdtaktiken, Bedürfnisse, Chancen und Bedrohungen.
Aber es geht eben natürlich auch um die Menschen. Zu welchem Schluss wir auch immer bei unserem gestrigen Gedankenaustausch kamen, die Ureinwohner der Kalahari sind zweifelsfrei die San. Das Wissen über die Kalahari dieses seit Jahrtausenden in dieser Region lebenden Volkes ist enorm, aber da dieses Wissen in der auch in Namibia Einzug erhaltenden Moderne nicht immer gefragt ist, droht dieses Wissen - und damit die Kultur - der San zu verschwinden. Heute weiß man diesen enormen Fundus an Wissen der San wieder zu schätzen, das Know-how überlebt in deren gefragten Tätigkeiten als Guides, Spurenleser und eben auch Führungen durch die Wüste für Gäste aus Übersee. Auch ein Spaziergang mit den San steht uns als Option zur Auswahl, wobei man eine Menge über das (Über)Leben in der Kalahari lernen kann. Natürlich steht es jedem von uns auch frei sich auch einfach mal des Müßigganges hinzugeben, und außer vielleicht erste Fotos zu sortieren, eine Nachricht an Freunde & Familie zu hause zu senden mal nichts zu tun, die Seele baumeln zu lassen, und noch mal eine volle Portion Namibia zu absorbieren.
Am frühen Abend besteigen wir zum letzten Mal unseren Bus und unser Tourguide bringt uns das kurze Stück zum Flughafen. Hier verabschieden wir uns von unserem treuen Begleiter und dann bringt uns die Air Namibia um 21.30 Uhr zurück nach Frankfurt, und um 05.30 Uhr am folgenden Morgen schweben wir in der Bankenmetropole am Main wieder ein. Hier werden wir uns nun auch voneinander verabschieden, die letzten Meter nach Hause kommen uns nach den namibischen Distanzen nun geradezu lächerlich vor ...

Distanz:              ca. 30 km (zum Flughafen Windhoek)
inkl. Mahlzeiten: 1 x Frühstück (weitere Mahlzeiten später an Bord des Flugzeuges)

Leistungen

Inklusivleistungen: 

Flüge, Unterkünfte* und Mahlzeiten wie angegeben, 2 l Trinkwasser pro Person pro Tag, Transport im klimatisierten Reisebus (24 Sitzer), komplette Tour begleitet von einem professionellem Guide (deutschsprachig) und einem Elangeni Mitarbeiter, wechselnde regionale Guides, fett hervorgehobene Aktivitäten, Insolvenzversicherungsschein, Travelbox mit Landes- und Reiseinformation, Ansprechpartner und Kontaktdaten vor Ort, 24h Notfallnummer in Deutschland 

* bitte beachten Sie, daß unter außergewöhnlichen Umständen ggfl. Unterkünfte getauscht werden können bei gleichbleibenden Standard 

 

Exklusivleistungen: 

Reiseversicherungen, Trinkgelder, Ausgaben des persönlichen Bedarfs, optionale Aktivitäten

Preise und Daten

Preis: 
ab 4 930,00 €
Tourdaten: 

22.03.2019 bis 07.04.2019

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