Tag 1: Pilgrims Rest, Royal Hotel
Nach Ankunft in Johannesburg erhalten Sie Ihren Mietwagen am Flughafen und verlassen Johannesburg in Richtung der schönen Provinz Mpumalanga auf der N12, die dann zur N4 führt. Bei Belfast biegen Sie von der N4 auf die R540 Richtung Dullstroom und fahren eine landschaftlich sehr malerische Strecke bis Lydenburg. Dort geht es auf der R36 noch ca. 30 km weiter Richtung Ohrigstad bis zur Abzweigung Pilgrim‘s Rest. Sie fahren eine sehr schöne Passstrasse zu dem kleinen Museumsort Pilgrim‘s Rest. Der Ort wurde von Goldgräbern gebaut die, nachdem 1873 hier Gold gefunden wurde, dem Goldrausch folgend sich hier ansiedelten. 1986 wurde dieser Ort zum nationalen Denkmal erklärt. Die Goldgräber bauten ihre ursprünglichen Hütten provisorisch aus Holz und Wellblech, da Sie ja eigentlich nur für kurze Zeit gedacht waren. Obwohl das Gold dann dennoch nahezu 100 Jahre (was ja keiner vorher wusste) ausgebeutet werden konnte, wurden die Häuser während des Betriebes der Mine ständig nur notdürftig instand gehalten. Dieser Tatsache verdanken wir, dass der Ort ein lebendiges Stück Geschichte ist. Das Royal Hotel hat die ehemaligen Goldgräberhäuser authentisch in komfortable Gästezimmer umgewandelt, so daß Gäste nun in 10 verschiedenen Häusern über das winzige Dorf verteilt untergebracht sind. In einem engen Tal zwischen steilen Berghängen gelegen sind die frühen Morgenstunden oft Nebel verhangen und mit den ersten Sonnenstrahlen, die über die umliegenden Berge klettern, steigt der Nebel auf und taucht das winzige kleine Dorf in ein mystische Atmosphäre. Man bekommt ein bisschen das Gefühl vermittelt, wie es gewesen sein muss, hier vor 200 Jahren gelebt zu haben. Obwohl beliebtes Reiseziel für Touristen, hat Pilgrim‘s Rest seinen Charme bewahrt und hierzu trägt das Royal Hotel mit seiner zwar altmodischen aber damit perfekt der Umgebung anpassenden Einrichtung besonders bei.
Übernachtung: Royal Hotel Pilgrim‘s Rest, DZ im Hauptgebäude oder im einen der im Ort verstreuten Annexe
Distanz: Tag 1: ca. 370 km
Tag 2+3: Hoedspruit, Otters Den
Von Pilgrim‘s Rest fahren Sie nach Osten Richtung Graskop, von dort biegen Sie gen Norden auf die R352 entlang des traumhaft schönen Blyde River Canyon National Reserve bis Branddraai, von dort in einer Schleife weiter nach Hoedspruit, was Sie nach ca.100km erreichen. Heutiges Reiseziel ist eine traumhafte Lodge auf einer kleinen Inseln am Blyde River gelegen. Die Lodge ist nicht nur idealer Ausgangspunkt für einen Ausflug zum gleichnamigen Canyon, dem Blyde River Canyon, sondern auch zu anderen Sehenswürdigkeiten der Panoramaregion. Allerdings bietet auch das lodgeeigene Grundstück ausreichend Freizeitbeschäftigung für den Naturliebhaber. Man erreicht die Lodge nur über eine Hängebrücke die den Fluss überquert und guten Ausblick auf Nilpferde, Krokodile und Wasservögel ermöglicht. Auf einer 50 ha großen Inselfläche bieten sich dem Gast dichter dschungelartiger Wald indem die wenigen Chalets auf Pfählen gebaut einen tollen Ausblick in den dichten Wald bieten. Diese Lodge ist eine Ruheoase und ein Paradies für Vogelliebhaber. In den Abend und Morgenstunden verlassen die Nilpferde den Fluss, und sind mitunter auch mal unter den Chalets anzufinden. Nicht selten wird man morgens durch den Ruf des Fischadlers (Schreiseeadlers) geweckt. Noch näher kann man der Natur kaum sein. Während geführter Spaziergänge auf dem Lodge Grundstück erfährt man viel über die einheimische Flora und Fauna. Diese Lodge bietet eine ideale Ergänzung zu den Wilderlebnissen im Krügerpark, wo man den Flussbewohnern wie Nilpferd und Krokodil selten so nahe kommt wie hier.
Übernachtungen: Otters Den, Holzchalet
Distanz: Tag 2: ca. 105 km
Tag 4+5+6: Krüger National Park, Olifants Camp
Von Hoedspruit fahren Sie nach Nordwesten Richtung Mica, von dort nach Nordosten nach Phalaborwa, kurz hinter der Stadt liegt das Orpen Gate zum Krüger Nationalpark, welches Sie nach etwa 2h Fahrt erreichen. Von hier aus fahren Sie mit max. Tempo 40 km/h direkt gen Osten die verbleibenden knappen 100 km durch den Krügerpark zum Olifants Rest Camp, schon auf dieser Fahrt werden Ihnen unzählige Wildtiere in nächster Nähe begenen. Vom Gate sind es 105 km innerhalb des Parks für die man 4 Stunden ansetzen sollte. Grund dafür ist, dass man innerhalb des Parks maximal 50km/h auf den geteerten Straßen und sogar nur 30 oder 40 km/h auf den ungeteerten fahren darf. Auch wird die Fahrt wahrscheinlich häufig durch Wildsichtung und -beobachtung unterbrochen. Ein Elefant auf der Strasse ist ein guter Grund eine Weile an Ort und Stelle auszuharren, den Riesen aus nächste Nähe zu beobachten und seine „Vorfahrt“ zu respektieren. Bereits die Anfahrt zum sehr schön gelegenem Olifants Camp bietet einen Vorgeschmack auf die Wildvielfalt und –dichte die dieser Nationalpark zu bieten hat. Mit 20000 qkm (entspricht der Größe der Rheinland Pfalz) ist der Krüger Nationalpark Südafrikas größtes Tierreservat. Er ist Heimat für 147 Säugetier-, 507 Vogel-, 336 Baum-, 114 Reptilien und 49 Fisch- und 34 Amphibienarten. Es lohnt sich früh aufzustehen, da die meisten Tiere direkt nach Sonnenaufgang oder Abends zum Sonnenuntergang unterwegs sind. Mittags ist es oft zu heiß, so dass sich die Tiere versteckt im Schatten aufhalten. Durch die besondere Lage am Olifants River kann man auch vom Camp aus mit dem Fernglas die Umgebung beobachten und so manchen Elefanten oder anderes Wild beim Wassertrinken oder Baden am Fluss beobachten. Das Camp bietet geführte Morgen- und Abendsafaris im offenen Geländefahrzeug, geführte Fußsafaris und auch Mountainbikesafaris, allesamt mit professionellen Guides, wenn man es vorzieht das eigene Fahrzeug stehen zu lassen. Die geführten Safaris sind besonders dann sehr zu empfehlen wenn das Gras gerade besonders hoch ist wie im Sommer und Frühherbst und man deswegen von niedrig gelegenen Fahrzeugen nicht so viel sehen kann wie aus einem hoch gelegenen Safarifahrzeug.
Übernachtung: Olifants Camp
Distanz: Tag 4: ca. 160 km
Tag 7: Phophonyane Falls, Swaziland
Heute durchfahren Sie den Krügerpark gen Süden über Tshokwane und Skukuza auf einer Strecke von ca 220 km, wofür Sie 6h kalkulieren sollten. Dann geht es ca 45km weiter auf der R570 bis zur Grenze nach Szaziland, von dort sind es noch etwa 40 km bis zu Ihrem heutigen Ziel: der Phophonyane Falls Lodge bei Piggs Peak. Das bergige Königreich Swaziland, regiert von König Mswati III, ist eine von 3 Monarchien in Afrika. Die Swazis sind ein stolzes Volk und bemessen ihrem traditionellem Lebensstil und ihrer Kultur viel Bedeutung bei. Der Grenzübergang ist für Deutsche verhältnismäßig schnell und problemlos. In Swaziland folgt man der N1 Richtung Piggs Peak und gelangt nach etwa 40km zu einer Ausschilderung die zu den Phophonyane Falls führt. Die Phophonyane Falls sind kaskadenartige Wasserfälle die in eine traumhafte Schlucht und Waldlandschaft eingebettet sind. Direkt an den Fällen gelegen, befindet sich diese kleine besondere Lodge. Die Unterbringung erfolgt in liebevoll eingerichteten Cottages oder in traditionellen Swazi-Beehive Hütten, die luxuriös und geschmackvoll eingerichtet sind. Selbst die einfachsten Behausungen der Lodge, große Walk-In Zelte auf Holzplattformen und Pfählen an einem Hang gelegen, bieten traumhafte Waldblicke einen schönen Balkon und gemütliche Betten. Die Lodge ist umgeben von einem traumhaften botanischen Garten, der mit zahlreichen verschiedenen Palmenarten und anderen tropischen Grünpflanzen üppig bewachsen ist. Ein großer Swimmingpool vor dem Hauptgebäude bietet einen atemberaubenden Blick auf das umliegende Tal.
Ein weiterer natürlicher Rockpool ist direkt neben den Wasserfällen angelegt und eine kleine Wohlfühloase für Naturfreunde. Von der Lodge gehen zahlreiche Wanderwege los (von wenigen Stunden bis hin zu einer Tagestour). Alle Wege führen durch das umliegende Naturreservat, welches Heimat von verschieden Antilopenarten, Affen und vielen Vogelarten ist.
Übernachtung: Phophonyane Falls Lodge, Swaziland
Distanz: Tag 7: ca. 305 km
Tag 8+9: Tembe Elephant Park
Über die Lavumisa/Golela Grenze verlassen Sie Swaziland wieder und fahren auf der N2 ein kurzes Stück in Richtung Durban. Sie durchqueren eine sehr typische afrikanische Buschlandschaft (zumeist handelt es sich rechts und links der Autobahn um private Tierreservate) und fahrt entlang dem sehr schönen Pongola Damm. Bei der Jozini Ausfahrt verlassen Sie die N2 bereits wieder und folgen nun der Strasse über einen kleinen Berg, von dem man einen gigantischen Blick über den unter einem liegenden Pongola Damm hat. Ihr folgt der Bergstrasse weiter bis in die sehr lebendige Stadt Jozini kommt. Von hier folgt Ihr nun der Strasse nach Ndumo Game Reserve and Tembe Elephant Park. Bis vor rund 30 Jahren gab es im Grenzgebiet zwischen Mozambique und dem nördlichen Teil von KwaZulu-Natal - damals "Maputaland" genannt - große Herden frei lebender Elefanten. Sie wurden jedoch stark gewildert und insbesondere während des Bürgerkriegs in Mozambique als Nahrungsquelle benutzt. Restbestände flohen in die dichten Wälder des heutigen Reservats, das 1983 gegründet wurde. Da die Elefanten anfangs sehr aggressiv auf Menschen reagierten, konnte der Park erst 1992 für Besucher geöffnet werden. Heute leben rund 180 Elefanten in dem rund 30000 Hektar großen Wildreservat, das in der Übergangszone zwischen Tropen und Subtropen liegt. Der Park ist insgesamt sehr reich an Wild. Außer den "Big Five" - Elefanten, Büffel, Nashorn, Löwe und Leopard - gibt es Zebras, Giraffen, Hyänen, Flusspferde und zahlreiche Antilopenarten, vom Kudu bis hin zum Suni, einer der kleinsten Antilopen. Rund 340 Vogelarten wurden in Tembe registriert. Das Buschland ist zum Teil sehr dicht und bewaldet, der Boden tief sandig. Es gibt jedoch auch offene Savannen-Landschaften und sumpfige Flächen. Das Land - rund 30000 Hektar - gehört den Tembe, einem Stamm des Tonga Volks, das hier seit Jahrhunderten siedelt. Die sehr freundlichen und aufgeschlossenen Tembe verwalten das Reservat gemeinsam mit der staatlichen Naturschutzbehörde. Die Tembe Elephant Lodge als einzige Unterkunft innerhalb des Tierparks, bietet luxuriöse Safari-Zelte mit Vollverpflegung an. Die Einnahmen aus dem Tourismus kommen auch der lokalen Tembe-Kommune zugute. Insgesamt will man die Zahl der Touristen klein halten, weswegen die Besucherzahl pro Tag limitiert ist.
In Tembe wohnen Sie authentisch afrikanisch. Das Luxus-Zelt hat allen Komfort und ist mitten im ungezähmten Buschland gebaut. Die Abenddämmerung ist hier immer ein sehr bewegender Moment. Hier fühlt man sich der Natur sehr nahe und lauscht gespannt den Geräuschen des afrikanischen Buschs. Der Morgen erwartet einen mit einem spektakulären Sonnenaufgang des tropischen Afrikas, der mit einem enthusiastischen Vogelchor eingeleitet wird. Die nächsten 2 Tage nehmt Ihr 2 x täglich an von professionellen Ranchern geführten Safaris im offenen Geländefahrzeug teil.
Übernachtung: Tembe Elephant Lodge, Matriarch Suite
Distanz: Tag 8: ca. 380 km
Tag 10+11: Sodwana Bay
Heute geht es auf einer kurzen Fahrt vom Bush zum Beach. Kwazulu Natal hat eine atemberaubende Küste, die im nordöstlichen Teil durch hohe bewachsene Sanddünen, traumhafte unberührte Strände und dichte Mangroven- und Dschungelwälder geprägt ist. Vom Tembe Elephant Park aus fahren Sie zurück auf die Hauptstraße und biegen dort nach links ab Richtung Kosi Bay. Ganz im Norden von Maputoland liegt das Kosi Bay Naturreservat. Tief im Reservat, an der Mündung vom Kosi See liegt die Kosi Forest Lodge. Dieser Fleck wird beschrieben als ein magischer Ort und tatsächlich scheinen die Seen, Flüsse und Wälder hier ein wenig unwirklich und mystisch. Durch den unterschiedlichen Salzgehalt der Gewässer und das tropische Klima hat sich eine außerordentliche Vegetation gebildet. Durch den großen Artenreichtum an Meerestieren, wird Kosi Bay auch als „das Aquarium“ bezeichnet.
Es ist die einzige private Lodge ist dieser Gegend; man spürt förmlich Abgeschiedenheit und Idylle dieses Ortes. Die Lodge ist der ideale Ausgangspunkt, um das seltene Ökosystem der Umgebung zu erforschen.
Als Aktivitäten werden Kanutouren, Schnorchel- und Badeausflüge, Ganztages-Exkursionen zu den Kosi-Lakes angeboten.
Übernachtung: Kosi Forest Lodge
Distanz: Tag 10: ca. 55km
Tag 12+13: Blythedale Beach, Palm Dune Lodge
Die abwechlungsreiche Fahrt geht heute ca. 175 km durch die Küstenregion weiter über Mbazwana und Hluhluwe, kurz dahinter geht es wieder für weitere 188 km auf der N2 gen Süden bis zu Ihrem Tagesziel, der Palm Dune Lodge am Blythedale Beach nahe des Küstenörtchens KwaDakuza.
Die Lodge liegt zwischen zwei Flussmündungen direkt an dem wunderschönen Strand (Blythedale Beach) mit glasklarem Wasser. Der Kontinentalschelf sorgt für eine ruhige See und dadurch für optimale Bademöglichkeiten. Unweit der Lodge gibt es einen bewachten Strandabschnitt. Zwischen Meer und Dünen gibt es einen weitläufigen Strandabschnitt, ideal für Spiele wie Volleyball und Cricket. Von der Bucht aus starten Delfin- und Walbeobachtungsfahrten. Es gibt außerdem fantastische Angelmöglichkeiten, sowohl vom Strand aus als auch auf hoher See.
Das Gästehaus besteht aus 26 klimatisierten Suitezimmern, ein kristalklares Schwimmbad mitten im tropischen Garten, ein Speisesaal mit einem hervorragenden Service mit traditionellen Fischgerichten, die bar ist und das Deck haben einen atemberaubenden Blick zum Meer.
Übernachtung: Palm Dune Lodge
Distanz: Tag 12: ca. 360 km
Tag 14: Rückreise
Heute fahren Sie noch die 118 km zum International Airport in Durban, geben Ihren Mietwagen ab und treten Ihren Rückflug an.
Kleiner Tip: Eine Tankstelle zum Betanken des Mietfahrzeugs gibt es direkt am Flughafen, wobei man dafür einen kleinen Umweg in Kauf nehmen muss. Besser ist es, den Mietwagen in Durban nochmals zu füllen, da die 20 km zum Flughafen an der Tanknadel nicht viel verändern... Eine gute Heimreise!
Übernachtung: -
Distanz: Tag 14: ca. 115 km