Die Heimat der Berggorillas

Bereits nach der Ankunft an Entebbes modernen Flughafen wird bereits deutlich, dass Uganda ein ganz besonderes Land mit atemberaubender äquatorialer Lage ist. Die außergewöhnliche Tierwelt, die bewaldete Küste des Viktoriasees mit seinen vielen Inseln, und die landschaftliche Schönheit, kündigen bereits an, dass Sie hier keine gewöhnliche Safari erleben werden. Ugandas Umweltfreundlichkeit wird durch die Gründung zahlreicher neuer Nationalparks in den letzten Jahren besonders augenscheinlich.
Der Ruf der Nation als ‘Afrikas freundlichstes Land’ entspringt aus der Tradition der Gastfreundschaft, die durch die kulturelle Verschiedenheit der Bevölkerung verbreitet ist. Bemerkenswert ist auch die niedrige Kriminalitätsrate und das Entgegenkommen gegenüber der Touristen.

Reiseinfos

Reisezeit: 

Da die Niederschläge in den Monaten April, Mai, Oktober und November größtensteils kurze Platzregen sind und keine mehrstündigen Regenfälle, kann das ganze Jahr über nach Uganda gereist werden.

Einreisebestimmungen: 

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Uganda ein Visum. Dieses kann bei der ugandischen Botschaft in Berlin beantragt werden. Gegen eine Gebühr von 50 US Dollar kann ein Visum auch direkt am internationalen Flughafen beantragt werden. Jedoch müssen hierfür lange Wartezeiten in Kauf genommen werden. Das Visum ist für Einreisende bis zu 30 Tage gültig. Falls mehrere Einreisen nach Uganda geplant werden, muss ein multiple-entry Visum beantragt werden. Der Reisepass muss nach der Ausreise noch mindestens drei Monate gültig sein.

Visum: 

Visumspflicht

Gesundheit und Impfungen: 

Für deutsche Staatsangehörige gibt es keine Pflichtimpfungen. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet sind Einreisende allerdings verpflichtet eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen. Da Uganda von der WHO offiziell zum Gelbfiebergebiet identifiziert wurde, wird eine Impfung sehr empfohlen. Weiterhin werden die Standardimpfungen empfohlen: Tetanus, Diphterie, Keuchhusten, Polio, MMR, Influenza, Hepatitis A, Typhus. Bei längeren Aufenthalten: Hepatitis B, Tollwut, Meningokokken-Krankheit. Es herrscht ein hohes Malariarisiko. Deshalb wird eine Malariaprophylaxe dringend empfohlen. Zum Schutz vor Durchfallerkrankungen, wie Cholera, sollte kein Leitungswasser getrunken werden. Um alle Risiken abzuwägen, ist es empfehlenswert vor Reisebeginn einen Tropenarzt aufzusuchen.

Zeitverschiebung: 
Sommerzeit: +1 Stunde nach Deutscher Zeit; Winterzeit: +2 Stunden nach deutscher Zeit
Währungen: 
Uganda-Schilling
Verkehr: 

Linksverkehr

Vorwahl(en): 

+256

Ländercode: 
UGA
Hauptstädte: 
Kampala
Wichtige Hintergrundinformationen zur Sicherheit: 

Homosexuelle Handlungen sollten in Uganda streng unterlassen werden, da Homosexualität mit einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe bestraft werden kann. Vereinzelte Forderungen für Homosexualität die Todesstrafe einzuführen, wurde noch nicht nachgekommen.

Das Land

Land auf englisch: 
Republic of Uganda
Geschichte: 

"Vor der Kolonialisierung hatte Uganda eine lange Geschichte als Monarchie. Bereits 1860 entdeckten britische Missionare das Potential, welches in Uganda steckte. Nach der Missionierung der Bevölkerung wurde Uganda 1894 von Großbritannien erobert und angegliedert. Baumwolle und Kaffee wurden angebaut und in Massen nach Europa gebracht. Bereits in den 1950er Jahren kam der Dekolonialisierungsprozess auch bei der ugandischen Bevölkerung an. Nach zahlreichen Unabhängigkeitsbestrebungen, fanden bereits 1958 die ersten Parlamentswahlen statt. Die Unabhängigkeit erlangte Uganda 1962. König Mutesa II. wurde zum Präsident und Milton Obote wurde zum Premierminister gewählt. Die neue Regierung setzte sich allerdings eine radikale Sozialisierung Ugandas zum Ziel, so dass diese Anfang der 70er Jahre von Idi Amin abgesetzt wurde. Mit der Regierungsübernahme begann eine Zeit, welche von Angst und Schrecken geprägt war. In dieser Zeit wurden etwa 300.000 Oppositionelle, Zuwanderer und andere Volksstämme ermordet. Auf den Straßen herrschte Furcht und Misstrauen. Eine Gruppe von Rebellen gingen gegen die unzumutbaren Zustände vor und eroberte mit Hilfe der Tansanier die Hauptstadt Kampala. Jedoch wurde Milton Obote bereits 1980 erneut zum Präsidenten gewählt, wobei ihm Wahlbetrug vorgeworfen wurde. Er ließ noch schärfer politische Gegner verfolgen und ermorden. Yoweri Kaguta Museveni, der Anführer der National Resistance Army, gelang es die Regierung durch einen Guerillakrieg abzusetzen und wurde neuer Präsident. Jedoch wurde der Bürgerkrieg nicht gestoppt, da die Lord’s Resistance Army unter der Leitung Joseph Koneys, auch nach der Terrorherrschaft den Bürgerkrieg weiter ausdehnte. Heute sind die Wahlen frei und demokratisch. Museveni wurde nach Ende des Bürgerkrieges erneut gewählt. Seit diesem Zeitpunkt sind die politischen Verhältnisse in Uganda recht stabil.

Lagebeschreibung: 

Uganda liegt im zentralen Osten Afrikas. Es grenzt im Norden an Äthiopien und an den Sudan, im Osten an Kenia, im Süden an Ruanda und Tansania und im Westen an die Demokratische Republik Kongo.

Infrastruktur: 

Durch die Folgen des Bürgerkrieges ist die Infrastruktur größtenteils zerstört. Die Regierung ist momentan sehr bemüht die Infrastruktur mit internationaler Unterstützung wieder aufzubauen. Der Verkehr in Uganda ist im Vergleich zu dem in Deutschland gefährlich. Dies liegt an den äußerst schlechten Straßen und an dem rasanten und risikoreichen Fahrstil der Einheimischen. Autotüren und Fenster sollten von Touristen zum Schutz vor Raubüberfällen immer geschlossen bleiben.

Flora und Fauna: 

Die Pflanzenwelt in Uganda ist besonders vielfältig. Der Übergang von Savanne in Regenwald bietet optimale klimatische Bedingungen für besonders außergewöhnliche Pflanzen. Die unteren Höhenlagen Ugandas bestehen hauptsächlich aus Feuchtsavannen. Dort wachsen hauptsächlich hohe Gräser und vereinzelte Baumgruppen. Diese geht in den etwas höheren Lagen in einen Bergregenwald über, welcher den größten Teil des Landes bestimmt. Ganz anders sieht es im Norden und Nordosten des Landes aus. Diese Region wird von Trockensavannen und Halbwüsten bestimmt. Die Großwildbestände Ugandas wurden durch starke Wilderei in den letzten Jahren stark dezimiert und einige Wildtierarten wurden beinahe ausgerottet (Spitzmaul- und Breitmaulnashörner). Die restlichen Arten sind dabei sich wieder zu erholen. Neben Großkatzen, wie beispielsweise Löwen, Geparde und Leoparde gibt es in Uganda auch verschiedene Antilopenarten, Nashörner, Elefanten, Büffel, Flusspferde, Zebras und verschiedene Primatenarten, wie Schimpansen, Pavine und Meerkatzen. Besonders berühmt sind die vom Aussterben bedrohten Berggorillas, welche die Haupttouristenattraktion Ugandas ausmachen.

Klima: 

In Uganda herrscht insgesamt ein sehr ausgeglichenes und gemäßigtes Klima, welches an mitteleuropäische Verhältnisse erinnert. Da sich der größte Teil des Landes auf einem Plateau von 1.000 Metern befindet, bewegen sich die Tagestemperaturen zwischen 25°C bis 35°C und nachts kühlt es auf 18°C bis 12°C ab. Vermehrte Niederschläge gibt es in den Monaten April und Mai sowie Oktober bis November.

Bevölkerung: 

Uganda verzeichnet in etwa 27,3 Millionen Einwohner. Die Zahlen variieren jedoch stark aufgrund der Flüchtlinge, welche aus dem Sudan, aus Ruanda und aus dem Kongo einreisen. Im Vergleich zu anderen afrikanischen Ländern ist Uganda relativ dicht besiedelt. Der Großteil der Bevölkerung lebt in Streusiedlungen auf dem Land. Insgesamt gibt es in Uganda über 50 verschiedene Volksgruppen. Über die Hälfte der Einwohner sind Bantu. Die größte Gruppe innerhalb der Bantu sind die Badanda mit etwa 18% der Bevölkerung. Im Norden befinden sich vor allem nilotische Völker. Auch eine kleine Gruppe von Europäern und Asiaten hat sich in Uganda niedergelassen.

Sprachen: 
Englisch
Religion: 

Etwa 85% der Bevölkerung sind Christen. Innerhalb der Christen dominieren die Katholiken mit etwa 42% über die anderen christlichen Konfessionen. 12% der Einheimischen sind Muslime und nur 1% gehören afrikanischen Religionen an.

Essen & Trinken: 

In Uganda gibt es wie auch in anderen afrikanischen Ländern viele verschiedene Breisorten zu welchen die Einheimischen Fleisch oder Gemüse essen.

Feiertage: 

Neben den uns bekannten Feiertagen, wie Neujahr, Ostern, 1. Mai, Pfingsten und Weihnachten, feiern die Einheimischen Ugandas am 26.1. ihren Befreiungstag, am 8.3. den Frauentag, am 3.6. den Märtyrertag, am 9.10. den Tag der Nationalhelden und am 9.10. die Unabhängigkeit

Kleidung: 

Die Kleidung der ugandischen Bevölkerung ist der unseren relativ ähnlich. An besonderen Festtagen tragen besonders Frauen und Männer aus den ländlichen Gegenden ein weißes traditionelles Kleid bzw. Gewand.

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