Die junge Nation Afrikas

Sambia ist die junge Nation Afrikas. Ein Blick auf die Bevölkerungsstruktur zeigt, dass über die Hälfte der Einwohner jünger als 20 Jahre ist. Ein weiterer Blick auf die Geschichte des Landes und man sieht, dass die Grenzen Sambias erst in der Kolonisierungsphase entstanden sind. Sambia hat ein großes touristisches Potential. Nicht zuletzt durch seine gastfreundliche Bevölkerung, seine wild- und pflanzenreichen Nationalparks und durch außergewöhnliche Landschaften wie z. B. die weltberühmten Victoriafälle (die sie sich mit Simbabwe teilen). Doch bislang machen sich nur die wenigsten wahren Abenteurer auf den Weg ins Innere des Landes, da eine noch beschränkte Infrastruktur besteht. Aber wer es wagt, wird mit unglaublich schöner, wilder und unberührter Natur belohnt.

Reiseinfos

Reisezeit: 

Sambia ist die junge Nation Afrikas. Ein Blick auf die Bevölkerungsstruktur zeigt, dass über die Hälfte der Einwohner jünger als 20 Jahre ist. Ein weiterer Blick auf die Geschichte des Landes und man sieht, dass die Grenzen Sambias erst in der Kolonisierungsphase entstanden sind. Sambia hat ein großes touristisches Potential. Nicht zuletzt durch seine gastfreundliche Bevölkerung, seine wild- und pflanzenreichen Nationalparks und durch außergewöhnliche Landschaften wie z. B. die weltberühmten Victoriafälle (die sie sich mit Simbabwe teilen). Doch bislang machen sich nur die wenigsten wahren Abenteurer auf den Weg ins Innere des Landes, da eine noch beschränkte Infrastruktur besteht. Aber wer es wagt, wird mit unglaublich schöner, wilder und unberührter Natur belohnt.

Einreisebestimmungen: 

Es herrscht ein Pass- und Visumszwang bei der Einreise aus Deutschland. Das Visum kann bei der sambischen Botschaft in Berlin beantragt werden. Teilweise müssen bei der Einreise auch das Rückflug- oder Weiterflugticket vorgezeigt werden. Es sollte unbedingt geprüft werden, ob die Einreise im Reisepass dokumentiert wurde. Eine Gültigkeit von sechs Monaten über die Reise hinaus muss der Reisepass aufweisen. .

Visum: 

Bei der Einreise aus einem Gelbfiebergebiet muss eine Gelbfieberimpfung vorliegen. Bei einem Aufenthalt im Westen des Landes wird eine Gelbfieberimpfung für alle Reisenden empfohlen

Gesundheit und Impfungen: 

Es werden folgende Standartimpfungen empfohlen: Tetanus, Diphtherie, Polio, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln (MMR), Influenza, Hepatitis A und Typhus. Bei Langzeitaufenthalt: Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY) und Tollwut. Malaria tritt ganzjährig auf und verstärkt in den Monaten November bis Juni. Eine Malariaprophylaxe wird daher dringend empfohlen. Vor der Reise sollte man unter allen Umständen einen Tropenarzt aufsuchen.

Zeitverschiebung: 
In der deutschen Sommerzeit ist keine Zeitverschiebung zu Sambia vorhanden. In der Winterzeit beträgt die Zeitverschiebung +1 Stunde.
Währungen: 
Kwacha
Verkehr: 

In Sambia gilt der Linksverkehr und Anschnallpflicht. Eine KFZ Versicherung ist Pflicht. Ein Auto kann man bei Anbietern vor Ort mieten. Die Preise sind jedoch sehr teuer, dies ist zurückzuführen auf die schlechten Straßenverhältnisse und dem daraus folgendem hohen Verschleiß an den Fahrzeugen. Ganzjährig ist ein Geländewage zu empfehlen. Auf Grund der vielen Schlaglöcher und wenig geteerten Straßen ist das Vorankommen in einem Geländewagen sicherer.

Vorwahl(en): 

+260

Ländercode: 
ZMB
Wichtige Hintergrundinformationen zur Sicherheit: 

Homosexuelle Handlungen sind strafbar und können mit Haftstrafen von bis zu 14 Jahren geahndet werden.

Das Land

Land auf englisch: 
Republic of Zambia
Geschichte: 

Die Geschichte des Landes reicht über 10.000 Jahre zurück. Im 14. Jahrhundert kamen die ersten Bantuvölker nach Sambia und handelten mit Mineralien, Elfenbein und Sklaven. Im 16. Jahrhundert kam es zur Gründung der verschiedenen Königreiche. 1884 wurde Nordrhodesien, heutiges Sambia, unter die britische Krone gestellt und britisches Protektorat. Im Jahr 1930 kamen die ersten Unruhen im Land auf. Besonders die Arbeiterklassen kamen sich im Vergleich zu den Briten ungerecht behandelt vor. Regelmäßig kam es zwischen 1940 und 1956 zu Streiks. Am 24. Oktober 1964 erlangte Sambia die Unabhängigkeit von Großbritannien. Kenneth Kaunda wurde erster Präsident und in den folgenden Jahrzenten wieder ins Amt gewählt. Die Philosophie des Staats war der „sambische Humanismus“, eine Form des Sozialismus, in der der Mensch sich in der Gesellschaft Sambias voll entfalten können sollte. Streng abgelehnt wurden Kapitalismus, Imperialismus, Rassismus und Kommunismus. Der Fall des Kupferpreises auf dem Weltmarkt sorgte für eine Dauerkrise in Sambia. Durch die ausschließliche Konzentration auf die Kupfergewinnung gab es keine Subsistenzwirtschaft in den ländlichen Gegenden. Es kam zu einem wirtschaftlichen Niedergang, welcher die soziale Versorgung der Menschen negativ beeinflusste. Blutige Auseinandersetzungen waren die Folge. 1972 verbot Präsident Kaunda alle politischen Parteien ausgenommen seiner eigenen, woraufhin Sambia 1973 zum Einparteienstaat erklärt wurde. Im Jahr 1990 lies Kaunda auf Grund starken Drucks von Innen und Außen die ersten demokratischen Mehrparteienwahlen zu. Frederick Chiluba wurde mit 80% der Stimmen zum Präsidenten gewählt. 2003 wurde er wegen massiven Wahlbetrugs und Korruption vor Gericht gebracht. Seit 2011 ist Michael Sata mit 42% der Stimmen Staatspräsident.

Lagebeschreibung: 

Sambia liegt im zentralen Süden Afrikas. Es grenzt im Norden an den Kongo, im Süden an Simbabwe und Botswana, im Osten an Mosambik und Malawi und im Westen an Angola und Namibia.

Infrastruktur: 

In Sambia gibt es verschiedene Straßentypen wie unter anderem Bundesstraßen, Hauptstraßen und Regionalstraßen. Generell sind die Straßen geteert, Schotterpisten oder Wege. Die geografisch schwierig gelegenen Gebiete sind nahezu unerreichbar. Es gibt in diesen Regionen keine Brücken, die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt oft unter 20 km/h und man sollte unbedingt mit einem Allradfahrzeug unterwegs sein. Die Industriezentren verfügen über Elektrizität und Trinkwasserversorgung. Die Straßen sind in diesen Gebieten meistens gut ausgebaut. Der Schienenverkehr ist in Sambia besonders für den Transport von Kupfer sehr wichtig. Das Schienennetz wird hauptsächlich für den Güterverkehr genutzt. Die gesamte Streckenlänge des Eisenbahnnetzes ist ungefähr 2157 Kilometer lang und soll noch weiter ausgebaut werden.

Flora und Fauna: 

Das Land wird zu einem großen Teil von einem Plateau durchzogen. Es besteht hauptsächlich aus Busch- & Baumsavanne. Die Landschaft ist geprägt von Akazien, Baobab Bäumen, Dornenbäumen und Sträuchern, sowie hochgewachsenen Gräsern. Im Norden Sambias ist der Bewuchs wesentlich dichter als in den trockenen südlichen Gebieten. Lichte Waldgebiete sind typisch für den Norden und Osten Sambias. Sambia hat eine sehr vielfältige und artenreiche Tierwelt zu bieten. Es gibt Gnus, Giraffen, Nashörner, Zebras, Elefanten, Paviane, Wölfe, Löwen, Ameisenbären, Affen, Warzenschweine und viele weitere Tiere. Nachtaktive Lebewesen wie Serval Katzen oder Schakale können auch gesichtet werden. Sambia ist weiterhin geprägt durch eine enorme Vielfalt an Vogelarten, Fischarten und Reptilienarten.

Klima: 

Durch die Höhenlage Sambias herrscht ein angenehmes Klima mit drei Jahreszeiten. Kühl und trocken ist es von Mai bis August, von September bis November ist es heiß und trocken und von Dezember bis April ist es warm und feucht und das Land wird zu dieser Zeit häufig von Schauern und Gewittern heimgesucht. Die Pflanzen wachsen strotzend und die Flüsse und Bäche füllen sich mit Wasser. Von September bis November kann es zu Bränden auf Grund des trockenen und heißen Klimas kommen.

Bevölkerung: 

Die schwarzafrikanische Bevölkerung macht fast die gesamt Bevölkerung aus. Sie stammen von den bantusprachigen ethnischen Gruppen ab und lassen sich in acht ethnologische Gruppen einteilen: Rotse, Bemba, Tonga, Nyanja-Chewa, Lunda, Luvale, Kaonde und Luba. 1,2% der Bevölkerung besteht aus Weißen und Indern.

Sprachen: 
Englisch
Religion: 

Die meisten Anhänger findet in Sambia der christliche Glaube mit etwa 50%. 27% davon sind Protestanten, 26,3% Katholiken und 25% neuapostolisch. 49% der Bevölkerung glauben an die verschiedensten Naturreligionen und 1% sind Hindus und Muslime.

Essen & Trinken: 

Die Menschen essen täglich Nshima, einen Maisbrei aus weißem Mais. Dazu gibt es verschieden Gemüsesorten wie Kohl oder Bohnen. Die einheimischen Spezialitäten sind meist mit Nilbarsch, Lachs oder anderen Süßwasserfischen. Sollte man Gast in ländlichen Gebieten sein, ist es üblich, zu Ehren des Gastes ein Tier zu schlachten. Im Regelfall handelt es sich um eine Ziege. Dem Besucher kann im Rahmen der Feierlichkeiten das Herz des Tieres angeboten werden. Es gilt als Delikatesse und besondere Ehre. Das beliebteste traditionelle Getränk ist Maheu, eine Art erfrischender Joghurt aus Maismehl. Die Sambier brauen auch ihr eigenes Bier. Viele südafrikanische Biersorten werden in Sambia gebraut.

Feiertage: 

01.01. Neujahr, 12.03. Tag der Jugend, März/April Ostern, 01.05. Tag der Arbeit, 24.05. Afrika Tag, 07.07. Heldengedenktag, 08.07. Tag der Einheit, 04.08. Tag der Bauern, 24.10. Unabhängigkeitstag, 25./26.12. Weihnachten

Feste: 

Um Ostern findet in Lealui/Limulunga das berühmteste Festival Sambias statt, Kuomboka. Es handelt sich um eine zeremonielle Wanderung des Lozi-Königs. Im August findet außerdem Kulamba statt, in Chipata wiederum eine Art Erntedankfest der Chewa. Das Livingstone Cultural and Arts Festival ist ein aus Tanz, Musik und Poesie bestehendes Fest. Die traditionellen Herrscher aus allen Provinzen Sambias kommen hierbei zusammen. Im September oder Oktober an einem Vollmond-Wochenende findet Shimunenga statt. Es handelt sich um eine Zeremonie bei der demütig an die Ahnen gedacht wird.

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