Das Land des Lächelns

In der Hauptstadt Maputo ist man nie weit von der Küste entfernt. Besucher der Stadt können den erfrischenden Seewind in einem der vielen Restaurants genießen, die vor Ort gefangene Fische und Meeresfrüchte servieren. Die Mischung aus alten Kolonialanwesen der ehemals portugiesischen Herrschaftszeit und dazwischen belebten afrikanischen Märkten machen den besonderen Charme vieler Orte aus. Eine Reise nach Mosambik ist eine Reise in ein unglaubliches Land. Entdecken Sie unberührte Küsten, endlose Kokosnusswälder, kaum besuchte Nationalparks und lebhafte Märkte bei ganzjährig tropischen Temperaturen.

Reiseinfos

Reisezeit: 

Die beste Reisezeit um Mosambik zu bereisen ist von April bis Oktober. In diesem Zeitraum ist Trockenzeit. Die Temperaturen sind sehr angenehm und die Nächte sind nicht so schwül wie in der Regenzeit. Die Wassertemperatur beträgt ganzjährig über 20°C und Baden ist am gesamten Küstenabschnitt möglich.

Einreisebestimmungen: 

Ein Visum wird von deutschen Staatsangehörigen bei der Einreise nach Mosambik verlangt. Das Visum muss bereits vor der Anreise nach Mosambik ausgestellt sein. Sollte man das Land während des Aufenthalts verlassen um beispielsweise ein Nachbarland zu besuchen, muss ein Visum mit Mehrfacheinreise beantragt werden.

Visum: 

Der Reisepass sollte außerdem bei der Einreise eine Gültigkeit von mindestens sechs Monaten haben.

Gesundheit und Impfungen: 

Eine Gelbfieberimpfung wird bei der Einreise aus einem Gelbfieberinfektionsland gefordert. Bei der direkten Einreise aus Deutschland ist dies nicht nötig. Außerdem werden weiterhin folgende Impfungen empfohlen: Tetanus, Diphtherie, Hepatitis A, Typhus, Pertussis und ggf. auch Polio, Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza. Bei Langzeitaufenthalten: Hepatitis B und Tollwut sowie Meningokokken-Krankheit (ACWY).

Zeitverschiebung: 
Sommerzeit 0 Stunden, Winterzeit +1 Stunde deutscher Zeit
Währungen: 
Metical
Verkehr: 

Linksverkehr

Vorwahl(en): 

(+258)

Ländercode: 
MOZ
Wichtige Hintergrundinformationen zur Sicherheit: 

Im Vergleich zu anderen afrikanischen Ländern, gilt Mosambik eher als liberal was die Homosexualität betrifft. Im Strafgesetzbuch gibt es kein Gesetz, dass die Homosexualität verbietet, jedoch verbietet ein Gesetz Handlungen, die "gegen die Natur" sind, was auch gegen Homosexuelle angewendet werden könnte. Berichte davon gibt es aber nur sehr wenige. Obwohl kaum tabuisiert, wird Homosexualität in der Öffentlichkeit wenig behandelt. Eine staatliche Anerkennung von homosexuellen Paaren oder Ehen gibt es nicht.

Das Land

Land in Landessprache: 
República de Moçambique
Land auf englisch: 
Republic of Mozambique
Geschichte: 

Im 7. Jahrhundert kamen arabische und asiatische Händler in die Region um sich ein Leben entlang des Flussufers aufzubauen. Im Inneren des Landes wurde später Simbabwe gegründet und im Jahr 1498 kamen die ersten Portugiesen ins Land. Diese verdrängten die Araber und ersetzten sie sowohl wirtschaftlich als auch geschäftlich. Mit der Einwanderung der Portugiesen begann die Kolonialisierung entlang des Sambesi. Um 1885 wurde Afrika aufgeteilt und Portugal bekam das Gebiet des heutigen Mosambiks zugesprochen. Die heutigen Grenzen wurden zusammen mit Großbritannien vereinbart. So wurden desweiteren die Streitigkeiten bezüglich der Besitzansprüche geklärt. 1928 wurde das „Arbeitsgesetz für Eingeborene“ verabschiedet. Dieses Gesetz erlaubt die Zwangsarbeit. Im Jahr 1951 wurde Mosambik zu einer Überseeprovinz Portugals erklärt. Seit 1960 gab es immer wiederkehrende Streiks und Aufstände und es gab einen Zusammenschluss nationaler Kräfte zur Befreiungsfront FRELIMO. Um 1964 kam es zu den ersten Guerillakriegen in den nördlichen Provinzen. Im Jahr 1974 kam es zu politischen Veränderungen in Lissabon. Der Diktator wurde gestürzt und die ersten Gespräche über Mosambiks Unabhängigkeit wurden geführt. Am 25.Juni 1975 erhielt Mosambik die Unabhängigkeit und wurde von der FRELIMO regiert. Das Land hatte ein Freundschaftsabkommen mit der Sowjetunion und wurde vertraglich technisch von der DDR unterstützt. Durch die Mosambikanischen Nationale Widerstandsbewegung (RENAMO) und deren Kämpfe gegen die Regierung wurde das Land von Unsicherheit beherrscht. Die Bürgerkriege dauerten von 1977 bis 1992 an und kostete 900.000 Menschen das Leben. Als 1990 das Apartheitsregime in Südafrika zusammenbrach wurde die RENAMO nicht mehr von diesen unterstützt. Daraufhin kam es zu den ersten Friedensgesprächen zwischen FRELIMO und RENAMO und ein Mehrparteiensystem wurde 1990 endgültig in der Verfassung festgeschrieben. Bei den ersten freien Wahlen 1994 gewann die FRELIMO die Wahlen und Joaquin Chissano wurde erster Präsident.

Lagebeschreibung: 

Mosambik hat durch seine längliche Landform viele Nachbarstaaten. Im Süden grenzt es an Südafrika und Swasiland. Im Westen befinden sich die Länder Simbabwe und Sambia und im Norden bzw. auch Westen grenzt Mosambik an Malawi. Nördlich grenzt es an Tansania.

Infrastruktur: 

Während des Bürgerkriegs wurden Schulen, Krankenhäuser, Brücken und Felder komplett zerstört. Es existierte demnach keine Infrastruktur. Ziel der neuen Regierung war es diese so schnell und effektiv wie möglich wieder aufzubauen. Heute gibt es zwei Typen von Straßen, National- und Regionalstraßen. Das Straßennetz umfasst circa 5500 Kilometer. Da die Straßenzustände relativ schlecht sind, ist es immer empfehlenswert in einem Geländewagen zu fahren. Generell herrscht in Mosambik Linksverkehr und in den Städten kann der Verkehr sehr chaotisch sein. Erhöhte Vorsicht ist auch bei Überlandfahrten abseits der Hauptverkehrsstraßen nötig. Besonders an Brücken- und Bahnübergängen besteht ein hohes Minenrisiko. Das Schienennetz ist in vier Gebiete (Nord, Zambezia, Sud und Centro) eingeteilt, drei davon werden sowohl für Güter- als auch für Personenverkehr verwendet. Das Eisenbahnnetz umfasst eine Strecke von ungefähr 4787 Kilometer.

Flora und Fauna: 

Die vorherrschende Vegetation in Mosambik ist die Trockensavanne. Sie zeichnet sich durch Grasland und Trockenwälder aus. Die Bäume in diesem Gebiet verlieren in der Trockenzeit teilweise ihre Blätter und wachsen wieder in der Regenzeit. Typische Bäume sind die Schirmakazien und die Affenbrotbäume. Das Gras ist während der Trockenzeit oft braun und verwelkt, in der Regenzeit kann es allerdings bis zu 2 Meter hoch wachsen. Es gibt in Mosambik freilebende Gazellen, Löwen, Warzenscheine, Wasserbüffel, Elefanten, Paviane, Giraffen, Zebras und Antilopen. Weiterhin kann man Krokodile, Nilpferde und zahlreiche Schlangenarten beobachten. Besonders in den großräumigen Reservaten in Zentral- und Südmosambik bietet das Land der großen Vielfalt an Tieren ein geschützten Lebensraum.

Klima: 

Mosambik zeichnet sich durch ein Savannenklima aus und verfügt über eine feuchte und eine trockene Jahreszeit. Die Regenzeit ist von November bis April und in diesem Zeitraum fallen ungefähr 80 % des gesamten Jahresniederschlags. Die Temperaturen während der Regenzeit sind sehr tropisch (schwül und heiß). Die Nächte liegen zwischen 15-25°C. In der Trockenzeit sind die Temperaturen nachts wesentlich angenehmer. Die Jahrestemperaturen liegen zwischen 25 und 30°C.

Bevölkerung: 

Ein Großteil der Bevölkerung Mosambiks gehört den Bantuvölkern an. Das größte Volk sind die Makua mit 40% und außerdem die Tsonga mit 21%.Die meisten Menschen in Mosambik haben einen Migrationshintergrund und kommen aus Asien, Europa, Portugal und Südafrika. Es werden über 40 verschiedene Sprachen gesprochen. Die Lebenserwartung bei der Geburt der Menschen liegt bei circa 50 Jahren. 43% der Bevölkerung sind jünger als 15 Jahre und nur 3% sind über 65 Jahre alt. Es gibt ein ständiges Bevölkerungswachstum, unter anderem auch weil nur 12% der verheirateten Frauen Zugang zu Verhütungsmitteln haben.

Religion: 

Ein Großteil der Bevölkerung glaubt an die Naturreligionen. Diese sind mit 47% am häufigsten vertreten. 35% der Menschen sind Christen, wovon 31% Katholiken sind. Islamischen Glaubens sind ungefähr 18%. Der christliche Glauben ist besonders im Süden und Südwesten vertreten, wohin gegen der islamische Glauben im Norden und an den Küstengebieten häufig praktiziert wird.

Essen & Trinken: 

Die Herrschaft der Portugiesen hatte auch einen großen Einfluss auf die Küche Mosambiks. Sie ist eine der einzigartigsten und interessantesten im südlichen Afrika. An der Küste gibt es eine große Auswahl an verschiedenen Meeresfrüchten. Alle Gerichte werden gerne mit Piri-Piri, einem sehr scharfen Chili, zubereitet. Eine Spezialität ist auch das Piri-Piri Huhn. Ein weiteres beliebtes Gericht ist Matapa, bestehend aus Meeresfrüchten, Maniokblättern und Reis. Von den Einheimischen gerne gegessen wird auch Kakana, ein bitteres lokales Gemüse. Ein landestypisches Getränk ist der Rooibostee. Als Nationalgetränk gilt jedoch Cashua, ein Getränk, das aus der Schale der Chashew Nuss gewonnen. Es schmeckt sauer und die Einheimischen sind überzeugt von der positiven Wirkung auf die Libido des Mannes.

Feiertage: 

01.01. Neujahr, 03.02. Heldentag, 07.04. Tag der Frau, 01.05. Tag der Arbeit, 25.06. Unabhängigkeitstag/Nationalfeiertag, 07.09. Siegestag, 25.09. Tag der Streitkräfte, 25.12. Weihnachten

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