Die Perle Westafrikas

Ghana ist Afrika in seiner ganzen Vielfalt und bietet ein sehr abwechslungsreiches Landschaftsbild: Palmenstrände und Mangroven an der Küste, Regenwald im Südwesten, Bergregionen und Savannen im Norden. Die Tier- und Pflanzenwelt Ghanas ist durch die unterschiedlichen Naturräume sehr artenreich. Geschichtlich ist das Land vom mächtigen Königreich der Ashanti geprägt, das ab dem Beginn des 18. Jhd. für rund 200 Jahre bestand, und von der britischen Kolonialherrschaft. Im 19. Jhd wurde zunächst der Küstenstreifen des Landes zu einem britischen Protektoratsgebiet und dann zur Kronkolonie „Goldküste“; erst Jahrzehnte später konnte dann auch das Ashanti-Reich in den britischen Herrschaftsbereich eingegliedert werden (Eroberung von Kumasi 1874, Aufstand der Ashanti 1900). Seit 1957 ist Ghana ein unabhängiger Staat und gilt als einer der stabilsten Westafrikas. Die Bevölkerung setzt sich aus vielen ethnischen Gruppen zusammen, deren alte Traditionen sich mit dem modernen Leben vermischen.

Reiseinfos

Reisezeit: 

Im Norden ist die beste Zeit für eine Reise von November bis April, der Trockenzeit. Der Süden ist für einen Urlaub am besten im Juli und August sowie von Dezember bis April geeignet. An der Küste herrschen vergleichsweise milde Temperaturen, während es im Landesinneren ganzjährig heiß ist.

 

Einreisebestimmungen: 

Für deutsche Staatsbürger gilt eine Visumpflicht. Das Visum wird von der Botschaft Ghanas ausgestellt und ist für 2 Monate gültig. Eine Überziehung der Aufenthaltsgenehmigung wird mit einer Geldstrafe sanktioniert. Reisende, die innerhalb der zwei Monate eine Aus- und wieder Einreise Ghana planen, müssen ein Re-entry Visum beantragen.

Visum: 

Um Einreisen zu können muss neben einem Visum ein Reisepass, der nach der Reise weitere 6 Monate gültig ist, und ein Impfpass mit einer gültigen Gelbfieberimpfung vorgelegt werden.

Gesundheit und Impfungen: 

Ghana ist Gelbfieberendemiegebiet. Eine Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden älter als 9 Monate vorgeschrieben. Das Auswärtigen Amtes empfiehlt weiterhin die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (siehe www.rki.de). Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. Polio, Masern, Mumps, Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza. Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Typhus und Tollwut empfohlen.

Zum Schutz vor Durchfallerkrankungen, wie beispielsweise Cholera, sollte unter keinen Umständen Wasser aus Leitungen getrunken werden. Baden in offenen Süßwassergewässern sollte grundsätzlich vermieden werden. Malariaprophylaxe wird dringend empfohlen.

Der bereits im Dezember 2017 begonnene Lassafieber-Ausbruch in einigen Ländern Westafrikas hat jetzt sein erstes Todesopfer in Ghana gefordert. Die Virusinfektion wird durch Kontakt mit Ausscheidungen von infizierten Nagetieren (einer bestimmten Spezies von Feldratten), hauptsächlich zerstäubter Rattenurin im Bereich der Rattenbiotope über die verletzte Haut, die intakte Schleimhaut oder als Aerosol über die Atemwege übertragen. Eine Impfung existiert nicht. Vorsicht ist bei Reisen unter einfachen Bedingungen in den Ausbruchsgebieten geboten

Zeitverschiebung: 
Sommerzeit: -2 Stunden nach deutscher Zeit; Winterzeit: -1 Stunde nach deutscher Zeit
Währungen: 
Cedi
Verkehr: 

Ghana verfügt über ein wachsendes Netz ausgebauter Überlandstraßen. Dennoch ist stets mit erheblichen Straßenschäden (tiefen Löchern) und unbefestigten Teilabschnitten zu rechnen. Die Unfallgefahr im Straßenverkehr ist sehr hoch. Nachtfahrten über Land sollten wegen des schlechten Straßenzustands und häufig unzureichender Beleuchtung der Straßen und anderer Fahrzeuge vermieden werden. In den Städten stehen Taxis zur Verfügung, die entweder als Sammeltaxi oder vom Fahrgast alleine benutzt werden (in diesem Fall ist der Fahrpreis, der erheblich unter deutschem Preisniveau liegt, für vier Plätze zu entrichten). Es gibt keine Taxameter, so dass dringend empfohlen wird, den Preis vorher mit dem Fahrer auszuhandeln. Ein öffentlicher Nah- und Fernverkehr ist in Ghana vorhanden, jedoch nur mühsam zu durchschauen, da es zwar feste Abfahrtspunkte und Fahrtrouten, aber keine festen Abfahrtszeiten gibt.

Vorwahl(en): 

+233

Ländercode: 
GHA
Wichtige Hintergrundinformationen zur Sicherheit: 

Die 1982 eingeführten Beschränkungen beim Fotografieren sind in jüngster Zeit erheblich gelockert worden. Allerdings empfiehlt es sich nach wie vor nicht, militärische Anlagen, Truppen, Ministerien und öffentliche Gebäude, Züge und Eisenbahnanlagen, Häfen, Flughäfen, Flugzeuge, Brücken, Stauwerke oder größere Umspannanlagen der Elektrizitätswerke zu fotografieren. Ein striktes Fotografierverbot besteht vor allem im Umkreis des „Castle“ in Accra, dem Amtssitz des Staatsoberhaupts und des Verteidigungsministeriums.  Homosexualität wird mit einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren geahndet.

Das Land

Geschichte: 

Es wird davon ausgegangen das die erste Besiedlung durch Menschen, das erste Mal irgendwann im Zeitraum von vor 150.000 bis vor 20.000 Jahren war. Ca 1600 begann in Zentralghana der Aufstieg des Aschantireichs. Bis Ende des 19. Jahrhunderts war die Ashantiförderation eines der wenigen afrikanischen Reiche dies mit den britischen Kolonialtruppen aufnehmen konnte.  Erst Anfang des 20. Jahrhunderts wurde es endgültig von den britischen Kolonialherren bezwungen. Seit dem 17. Jahrhundert reihten sich an der Goldküste, in einer Dichte wie in keinem anderen Gebiet Afrikas, europäische Mächte. Das Colonial Office übernahm ca 1820 die britischen Handelsposten an der Goldküste. Das Volk Fanto und die Briten schlossen ein Abkommen ab um sich gegen die Aschanti im Binnenland zu verteidigen. 1874 erklärten die Briten den Küstenstreifen zur Kronkolonie. Die so genannten „Nördlichen Territorien“ und das Aschantigebiet im inneren des Landes würden 1902 endgültig annektiert. 1925 kam es unter Gouverneur Gordon Guggisberg zu einer Verfassungsreform. Über 40.000 Soldaten aus der Goldküste auf der Seite des Britischen Empires nahmen am zweiten Weltkrieg teil. Im Jahr 1946 wurden dem Aschantiland und den Nordterritorien Sitze im Legislativrat zugesprochen und die Stellung der traditionellen Oberhäupter wurden dadurch weiter gestärkt. Die United Gold Coast Convention Party wurde 1947 gebildet und Kwame Nkrumah wurde zum Sekretär ernannt. Dieser und weitere Führer der UGCC wurden ein Jahr später nach Unruhen in Accra vorübergehend inhaftiert. Kwame Nkrumah gründete die Convention People‘s Party und organisierte mit dieser Boykotte, Streiks und forderte von Großbritannien das Selbstbestimmungsrecht. Daraufhin wurde er 1950 von den Briten inhaftiert. Dennoch erlangte die CPP Nkru einen großen Sieg und im drauf folgenden Jahr bekamen sie eine überwältigende Mehrheit. Nkrumah wurde von Gouverneur Charles Arden-Clake freigelassen und umgehend in die Regierung aufgenommen. Er war Premierminister seit 1952, der Weg in die Unabhängigkeit fünf Jahre später war geebnet. Am 6. März 1957 wurden die britische Kronkolonie Goldküste und Britisch-Togoland unter dem Namen Ghana unabhängig. Als erstes schwarzafrikanisches Land wurde Ghana Vollmitglied im Commonwealth of Nations.

Lagebeschreibung: 

Ghana liegt in Westafrika und grenzt an Togo, Burkina Faso und der Elfenbeinküste.

Infrastruktur: 

Ghana besitzt für westafrikanische Verhältnisse ein besonders gut ausgebautes Verkehrsnetz. Das Straßennetz fasst etwa 35.000 Kilometer, von denen 11.000 Kilometer asphaltiert sind. Die wichtigsten Straßen sind in Küstennähe und verbinden die Hauptstadt Accra mit den Nachbarländern Togo und Elfenbeinküste. Das Land verfügt über 8 Flughäfen. Der größte ist der Kotoka International Airport in Accra.

Flora und Fauna: 

Die Biodiversität macht sich vor allem durch den tropischen Regenwald aus, die Fläche ist in den letzten 50 Jahren um mehr als die Hälfte geschrumpft und jährlich wird eine Abnahme von 1,7 Prozent des Waldes aufgezeichnet. Die Exporte und Rodung von Edelhölzer sind die Hauptgründe dieser rasanten Abnahme. Export Hölzer liefern, Mahagoniarten, sowie mehrere Arten des afrikanischen Walnussbaumes. Palmöl hat einen hohen Stellenwert in der Küche Ghanas und wird aus den roten Früchten der Ölpalme gewonnen. Es werden vielfältige Nutzpflanzen wie Ananas, Bananen, Avocados, Papayas, Guaven und weitere Zitrusfrüchten angebaut. Das wichtigste Exportgut ist aus den Samen des Sheabutterbaums gewonnene Shea Butter.

Auch die Tierwelt Ghanas ist sehr artenreich, viele Tropische Vogelarten sind im Regenwald beheimatet, aber auch einige Zugvögel erweitern die Vogelwelt. In der Savanne leben zahlreiche Säugetierarten, verschiedene Antilopenarten, Leoparden, Zibetkatzen, Elefanten, Büffel, Flusspferde und Warzenschweine. Viele verschiedene Affenarten sind in Ghana an zu treffen, zum Beispiel auch die seltene Roloway-Meerkatze. Reptilien kommen in allen Lebensbereichen vor und die Artenvielfalt von Insekten ist in Ghana ausgesprochen reich. Einige der fischreichsten Gebiete der Erde befinden sich im Atlantik vor der Küste Ghanas.

Klima: 

Das Klima in Ghana ist tropisch-feuchtheiß,  es gibt keine Jahreszeiten, nur ein Wechsel zwischen Regen- und Trockenzeit. Die Temperaturen liegen im Jahr mindestens bei 23° und maximal bei 31°.
Im Süden grenzt Ghana an die Atlantikküste und ist umgeben von weißen Sandstränden, tropischem Dschungel, Bananen- und Kakaoplantagen. Hier gibt es zwei Regenzeiten. Eine von April-Juli und die andere von September-November Im Norden des Landes herrscht trockene Savanne und bewaldete Hügel. Hier gibt es auch nur eine Regenzeit, die von April-September ist.

Bevölkerung: 

und 27 Millionen; verschiedene Ethnien; ca. 2,5 Prozent jährliches Wachstum

Sprachen: 
Englisch
Religion: 

Protestantische Kirchen (Presbyterianer, Methodisten, Baptisten, Charismatische Bewegungen, zusammen ca. 46 Prozent), Katholische Kirche (13 Prozent), Islam (18 Prozent), zusätzlich Naturreligionen (5 Prozent)

Essen & Trinken: 

Das Nationalgericht ist Fufu, so bezeichnet man einen fest Brei aus Maniok oder Yams und Kochbananen und ist in der Regal Hauptbestandteil oder Beilage vieler Gerichte. Neben Rind-, Schaf-, Geflügel- und Ziegenfleisch ist vor allem in ländlichen Gebieten Wildfleisch (Bush-Meat) ein weiterer Bestandteil der Ernährung. Das Fischessen wird von Ghanaer bevorzugt, da der Golf von Guinea einer der fischreichsten Regionen der Erde ist, ebenso weist der Volta-See und seine Zubringer ein hohes Fischreichtum auf. Es wird häufig eine Wildtierart verzehrt, die auf Deutsch als Rohrratte bezeichnet wird. Die meisten Mahlzeiten bestehen aus sättigenden Kohlenhydratlieferanten, wie Reis, Mais, Grieß, Maniok, Yams, Taro, Süßkartoffeln und Kochbananen. Süßkartoffeln, Yams und Maniok werden oft von der ländlichen Bevölkerung selbst angebaut. Gemüsesorten die zu den Mahlzeiten gegessen werden sind zum Beispiel Zwiebeln, Tomaten, Auberginen, afrikanische Aubergine, Bohnen, Avocados, Karotten, Okra und Spinat. Eine beliebte Importware sind Äpfel, viele frische Früchte können bei Händlern am Straßenrand gekauft werden wie, Bananen, Papaya, Ananas, Mangos, Apfelsinen, Manderinen, Melonen, Brotfrüchte, Guaven, Orangen und Grapefruits. Zu den meisten Mahlzeiten gibt es eine Suppe oder Sauce dazu, oft wird das Essen sehr scharf gewürzt.

Feiertage: 

6. März (Unabhängigkeit 6. März 1957) - Nationalfeiertag

Kleidung: 

Die traditionelle Kleidung der Ghanaer ist besonders farbenfroh. Frauen tragen oft kunstvolle Kopfbedeckungen, welche aus Stoff gewickelt werden und lange bunte Kleider, die aus dem gleichen Stoff bestehen. Männer tragen oft ein Stoffgewand. An Hochzeiten oder auch Beerdigungen wird von den Angehörigen ein besonderer Dresscode ausgewählt, an den sich alle Gäste halten.

Anfrage stellen