Die Perle Westafrikas

Ghana ist Afrika in seiner ganzen Vielfalt und bietet ein sehr abwechslungsreiches Landschaftsbild: Palmenstrände und Mangroven an der Küste, Regenwald im Südwesten, Bergregionen und Savannen im Norden. Die Tier- und Pflanzenwelt Ghanas ist durch die unterschiedlichen Naturräume sehr artenreich. Geschichtlich ist das Land vom mächtigen Königreich der Ashanti geprägt, das ab dem Beginn des 18. Jhd. für rund 200 Jahre bestand, und von der britischen Kolonialherrschaft. Im 19. Jhd wurde zunächst der Küstenstreifen des Landes zu einem britischen Protektoratsgebiet und dann zur Kronkolonie „Goldküste“; erst Jahrzehnte später konnte dann auch das Ashanti-Reich in den britischen Herrschaftsbereich eingegliedert werden (Eroberung von Kumasi 1874, Aufstand der Ashanti 1900). Seit 1957 ist Ghana ein unabhängiger Staat und gilt als einer der stabilsten Westafrikas. Die Bevölkerung setzt sich aus vielen ethnischen Gruppen zusammen, deren alte Traditionen sich mit dem modernen Leben vermischen.

Reiseinfos

Reisezeit: 

Die beste Reisezeit für Ghana liegt zwischen November und Februar.

Einreisebestimmungen: 

Für deutsche Staatsbürger gilt eine Visumpflicht. Das Visum wird von der Botschaft Ghanas ausgestellt und ist für 2 Monate gültig. Eine Überziehung der Aufenthaltsgenehmigung wird mit einer Geldstrafe sanktioniert. Reisende, die innerhalb der zwei Monate eine Aus- und wieder Einreise Ghana planen, müssen ein Re-entry Visum beantragen.

Visum: 

Um Einreisen zu können muss neben einem Visum ein Reisepass, der nach der Reise weitere 6 Monate gültig ist, und ein Impfpass mit einer gültigen Gelbfieberimpfung vorgelegt werden.

Gesundheit und Impfungen: 

Gemäß der WHO gilt Ghana als Gelbfiebergebiet. Aus diesem Grund ist einer Gelbfieberimpfung Pflicht. Weiterhin werden folgende Impfungen empfohlen: Tetanus, Polio, Diphtherie, Pertussis, MMR, Influenza, Hepatitis A, Meningitis ACWY und Typhus. Bei langen Aufenthalten sind Hepatitis B und Tollwut Impfungen zusätzlich sinnvoll. Zum Schutz vor Durchfallerkrankungen, wie beispielsweise Cholera, sollte unter keinen Umständen Wasser aus Leitungen getrunken werden. Malariaprophylaxe wird dringend empfohlen.

Zeitverschiebung: 
Sommerzeit: -2 Stunden nach deutscher Zeit; Winterzeit: -1 Stunde nach deutscher Zeit
Währungen: 
Cedi
Verkehr: 

Das Hauptverkehrsmittel in Ghana sind Kleinbusse, die Trotros und private PKWs. Fahrradfahrer werden trotz der hohen Benzinkosten eher selten angetroffen. Der Verkehr hat in den letzten Jahren besonders zugenommen, so dass während den Hauptverkehrszeiten die Straßen oftmals sehr überlastet sind. Die PKWs sind hauptsächlich alte, ausrangierte Modelle aus Europa und den USA.

Vorwahl(en): 

+233

Ländercode: 
GHA
Wichtige Hintergrundinformationen zur Sicherheit: 

1982 wurde von der Regierung ein striktes Fotographieverbot eingeführt, welches allerdings wieder gelockert wurde. Nichtsdestotrotz sollten gerade militärische Anlagen, Infrastruktur, Häfen, Flughäfen und große Kraftwerke nicht fotografiert werden. Striktes Fotographieverbot gilt noch für das Castle in Accra, den Regierungssitz. Homosexualität wird mit einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren geahndet.

Das Land

Geschichte: 

"Ghanas frühe Geschichte ist durch Mythologie geprägt. Die ersten Einwohner Ghanas lebten in einzelnen Stämmen, mit Häuptlingen als Oberhäupter und hatten mehrere Götter. In der frühen Steinzeit arbeiteten die Einheimischen auf Feldern und nutzten den Wald zur Nahrungsbeschaffung. Im späten Mittelalter siedelten sich zunehmend Europäer an der Goldküste an, da sie das wirtschaftliche Potential, welches in der Lage Ghanas steckte schon früh erkannten. So haben die Briten bereits 1820 einen wichtigen Handelsposten an der Goldküste eingerichtet und 1874 Ghana kolonialisiert. Das Ashantigebiet wurde nach langen Wiederständen 1901 annektiert und von Accra verwaltet. In den 1940er Jahren musste die Verwaltung nach Unruhen in Accra immer mehr Zugeständnisse machen, so dass traditionelle Oberhäupter der Ashanti gestärkt werden. Die Unruhen wurden immer stärker und entwickelten sich zu einer Nationalbewegung, welche von Kwame Nkrumah angeführt wurde. Dieser gründete die Convention People’s Party und organisierte Boykotte, Streiks und forderte Selbstbestimmung. 1950 wurde Nkrumah inhaftiert. Seine Partei gewann in der folgenden Wahl mit einer großen Mehrheit, so dass Nkrumah freigelassen wurde und in die Regierung aufgenommen wurde. 1952 wurde er zum Premierminister gewählt und erlangte 1957 die Unabhängigkeit von Großbritannien. Jedoch brach Ghana die Verbindung zu den Briten nicht vollkommen ab, sondern wurde Mitglied des Commonwealth. Nkrumah versuchte anfänglich den Sozialismus in Ghana durchzusetzen, scheiterte aber daran und stürzte Ghana in eine finanzielle Krise. Diese Krise wurde durch Militärputsche in den 60er und 70er Jahren verstärkt. Ghana war geprägt von Schulden, Korruption und Willkür. Jerry Rawlings kam nach einem Militärputsch an die Macht und herrschte diktatorisch über sein Volk. 1992 machte er allerdings Zugeständnisse. Führte eine demokratische Verfassung, freie Wahlen, Meinungs- und Pressefreiheit ein, schaffte das Einparteiensystem ab und bekannte sich zu den UNO Menschenrechten. Heute ist Ghana ein politische relativ stabiles Land unter der Leitung Atta Mills. "

Lagebeschreibung: 

Ghana liegt am Atlantischen Ozean und grenzt im Osten an Togo, im Westen an die Elfenbeinküste und im Norden an Burkina Faso.

Infrastruktur: 

Ghana besitzt für westafrikanische Verhältnisse ein besonders gut ausgebautes Verkehrsnetz. Das Straßennetz fasst etwa 35.000 Kilometer, von denen 11.000 Kilometer asphaltiert sind. Die wichtigsten Straßen sind in Küstennähe und verbinden die Hauptstadt Accra mit den Nachbarländern Togo und Elfenbeinküste. Das Land verfügt über 8 Flughäfen. Der größte ist der Kotoka International Airport in Accra.

Flora und Fauna: 

Die Flora im Regenwald ist sehr vielfältig. Leider hat diese Vielfalt durch die Rodungen geschädigt worden. Im letzten Jahrhundert betrug die Fläche des Regenwaldes noch 85.000 km². Jedoch schrumpfte die Fläche durch die Rodungen in den letzten 50 Jahren auf 40 km². Der Grund für diese massiven Rodungen ist der Export von Edelhölzern, wie Mahagoni, Khaya oder Sapeli, welche in den Westen importiert werden. Momentan beträgt der jährliche Waldschwund 1,7%. Geprägt ist der Wald durch 50 Meter hohr Bäume, Lianen, Sumpfgebiete und zahlreiche Nutzpflanzen, wie beispielsweise Kokos, Ananas, Bananen, Avocados, Papayas, Apfelsinen, Zitrusfrüchte und Vanille… Der Norden besteht hauptsächlich aus Gras- und Baumsavannen mit zahlreichen Baobabs. Ghanas Regenwald ist nicht nur durch unzählige Pflanzenarten geprägt, sondern auch durch viele Tierarten. Besonders bekannt ist dieser durch die große Anzahl an Vogelarten, die im Regenwald beheimatet sind. Aber auch Säugetiere wie Antilopen, Elefanten, Büffel, Warzenschweine, Löwen, Leoparden oder Flusspferde sind in Ghana beheimatet. Neben den Großsäugern gibt es auch viele verschiedene Affenarten, Insektenarten und Reptilien.

Klima: 

Flora: Die Flora im Regenwald ist sehr vielfältig. Leider hat diese Vielfalt durch die Rodungen geschädigt worden. Im letzten Jahrhundert betrug die Fläche des Regenwaldes noch 85.000 km². Jedoch schrumpfte die Fläche durch die Rodungen in den letzten 50 Jahren auf 40 km². Der Grund für diese massiven Rodungen ist der Export von Edelhölzern, wie Mahagoni, Khaya oder Sapeli, welche in den Westen importiert werden. Momentan beträgt der jährliche Waldschwund 1,7%. Geprägt ist der Wald durch 50 Meter hohr Bäume, Lianen, Sumpfgebiete und zahlreiche Nutzpflanzen, wie beispielsweise Kokos, Ananas, Bananen, Avocados, Papayas, Apfelsinen, Zitrusfrüchte und Vanille… Der Norden besteht hauptsächlich aus Gras- und Baumsavannen mit zahlreichen Baobabs. Fauna: Ghanas Regenwald ist nicht nur durch unzählige Pflanzenarten geprägt, sondern auch durch viele Tierarten. Besonders bekannt ist dieser durch die große Anzahl an Vogelarten, die im Regenwald beheimatet sind. Aber auch Säugetiere wie Antilopen, Elefanten, Büffel, Warzenschweine, Löwen, Leoparden oder Flusspferde sind in Ghana beheimatet. Neben den Großsäugern gibt es auch viele verschiedene Affenarten, Insektenarten und Reptilien.

Bevölkerung: 

Ghana ist ein Vielvölkerstaat. Die größte Volksgruppe sind die Akan, welche etwa 45% der Bevölkerung einnehmen. Der Ausländeranteil liegt bei nur 1,5%. Diese sind meistens Europäer, Chinesen oder kommen aus dem Nahen Osten. Insgesamt werden durch die vielen Ethnien über 75 Sprachen in Ghana gesprochen, wobei Englisch die Amtssprache ist. Die Lebenserwartung der Ghanaer liegt im Durchschnitt bei 57 Jahren. Besonders hoch ist die Kindersterblichkeit, wobei diese durch besserer medizinische Versorgung immer weiter sinkt. Ghana ist allgemein ein sehr junges Land. Über 50% der Einwohner sind unter 16 Jahren. Das Bevölkerungswachstum liegt bei etwa 2%, welches das niedrigste im westlichen und südlichen Afrika ist. Im Vergleich zu seinen Nachbarländern, kann in Ghana ein wachsender Wohlstand beobachtet werden. Die Bevölkerung zieht immer mehr vom Land in die Städte, um dort Arbeit zu finden.

Sprachen: 
Englisch
Religion: 

Der Großteil der Bevölkerung, etwa 69% gehört dem Christentum an. Die Mehrheit der Christen sind Protestanten. Etwa 16% der Einheimischen Ghanas sind Muslime und 8-9% den Naturreligionen. 7% sind Konfessionslos bzw. gehören anderen Glaubensrichtungen an.

Essen & Trinken: 

Die ghanaische Küche ist besonders vielfältig. Die meisten Gerichte bieten eine sättigende Basis, welche beispielsweise Reis, Gries, Süßkartoffeln, Kochbananen, Banku oder auch Fufu sein können. Dazu gibt es meistens eine Soße, welche je nach Ethnie unterschiedlich zubereitet wird. In der Regel sind diese aber eher scharf gewürzt. An der Küste wird besonders viel Fisch gegessen, aber auch Fleisch ist sehr beliebt. Jedoch können sich nicht alle Ghanaer dieses leisten. Das Fleisch wird immer direkt in der Sauce gekocht und mit dieser serviert. Aufgrund der heißen Temperaturen verzichtet die Küche auf Milchprodukte, wie Sahne oder Käse. Auch wird immer alles gar gekocht. Das Nationalgericht ist der Fufu Brei, welcher mit diesem verschiedenen Beilagen gegessen wird. Allgemein bedienen sich die Einheimischen oft aus eigenem Anbau. Abends trinken Ghanaer oft zusammen ein Bier. Limonade wird in Ghana nicht bloß aus Orangen oder Zitronen hergestellt, sondern auch aus Ananas und anderen einheimischen Früchten wie beispielsweise Mangos oder Papayas.

Feiertage: 

Neben den uns bekannten Feiertagen wie Neujahr, 1.3., Weihnachten und Ostern feiern die Einheimischen Ghanas am 6.3. ihren Unabhängigkeitstag, am 25.5. den Afrika-Tag, am 1.7. den Tag der Republik, am 1. Freitag im Dezember den Nationalen Bauerntag und am 31.12. den Revolutionstag. Neben den christlichen Feiertagen, gibt es in Ghana auch eine Vielzahl an muslimischen Feiertagen. So wird das Ende des Ramadan, das islamische Opferfest, der Geburtstag Mohammeds und der Berg Arafat Tag gefeiert.

Kleidung: 

Die traditionelle Kleidung der Ghanaer ist besonders farbenfroh. Frauen tragen oft kunstvolle Kopfbedeckungen, welche aus Stoff gewickelt werden und lange bunte Kleider, die aus dem gleichen Stoff bestehen. Männer tragen oft ein Stoffgewand. An Hochzeiten oder auch Beerdigungen wird von den Angehörigen ein besonderer Dresscode ausgewählt, an den sich alle Gäste halten.

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