Weblog von Uli van der Merwe

Zulu in Tansania

Uli van der Merwe - 9. Dezember 2011 - 20:45

Kürzlich unterhielt ich mich mit unserem Nachbarn - Mzee Samuel - er erwähnte, dass er Zulu sei. Ich fiel aus allen Wolken. Zulu????? Fragte ich ihn - Was zum Henker treibt ein Zulu im Zentrum Tansanias? Er lachte und erzählte, dass sein Großvater hierher ausgewandert sei. "Weißt Du" erklärte er " Shaka - der berühmt berüchtigte Zulukönig war sehr grausam, da sind viele Leute vor ihm geflohen".

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Hütte in Tansania



Korruption erfordert manchmal Listigkeit

Uli van der Merwe - 1. Dezember 2011 - 1:00

Dass der alte Richter in Singida korrupt war wusste jeder, nur war es bis dato niemandem gelungen, ihn zu überführen.

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Gasse in Singida



Liti - die Jeanne d'Arc der Nyaturu

Uli van der Merwe - 29. November 2011 - 20:22

Hema Mugeni, der vor Sengi Chief der Nyaturu war, war nicht stark. Er war so schwach, dass er niemals Herrscher geworden wäre, hätte er nicht Liti gehabt. Liti war nicht nur seine Schwester und sowohl in geistiger, als auch körperlicher Stärke ihrem Bruder weit überlegen, sondern sie war außerdem Zauberheilerin, man sprach ihr ganz ausgesprochene magische Kräfte zu. Wie Franz von Assisi konnte sie mit den Tieren sprechen, sie hatte sogar die Gabe diese durch ihren Willen zu lenken.

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Mzee John



Malaria

Uli van der Merwe - 20. September 2011 - 12:37

Wenn man bedenkt, dass nur die weibliche Anopheles Mücke die Malaria überträgt, dann sollte man doch meinen, dass allein dadurch schon das Risiko eine Malaria zu bekommen dezimiert wird – ziemlich blöde Rechnung, zeigt dass mein Hirn grad nicht auf Volltouren läuft!
Ich habe eine Malaria, kann man das glauben? Wir sind noch nicht einmal 1 Monat hier und schon hab ich mir so Viehzeug eingefangen und das obwohl wir uns immer eingeschmiert haben. Nicht ausreichend wie es scheint.

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Freiheitskämpferin Liti



Kleiner medizinischer Exkurs

Uli van der Merwe - 17. September 2011 - 11:54

Gestern Abend zogen große schwarze Wolken auf – riesige Ungetüme sammelten sich am Horizont und man ahnte schon den großen Sturm der heranziehen würde. Aber mein Mann blieb ruhig – merkst du den Wind, der aus der selben Richtung wie die Wolken kommt? Fragte er mich – wenn wirklich ein großer Sturm käme, dann käme der Wind aus der anderen Richtung – und er behielt Recht. Ein ganz sanfter Sommerregen, mehr ein Nieseln rieselte auf uns hernieder, der ebenso schnell wieder aufhörte, wie er begonnen hatte.

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Hektik im Puma Hospital



Ankunft in Puma

Uli van der Merwe - 14. September 2011 - 13:45

Jetzt wollte ich mich so gerne hinsetzen und ein bisschen aufarbeiten – aber wie kann ich wenn der vermaledeite Strom schon wieder weg ist?
Wenn man mal eine Weile an Stellen gelebt hat, in denen es nicht immer Strom gibt und kein warmes Wasser in der Dusche, manchmal sogar überhaupt kein Wasser aus dem Hahn und auch Lebensmittel nicht immer so da sind, wie man sie gerne hätte, dann merkt man erst, für wie selbstverständlich man alles in seinem Leben erachtet hat.

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Mann mit generator



Start in ein Neues Leben in Afrika

Uli van der Merwe - 11. September 2011 - 10:44

Wie wandert man mit einem Einjährigen und 200kg Gepäck nach Afrika aus? Schwierig! Und da war das einzig Mögliche Business-class Tickets, die uns unser zukünftiger Arbeitgeber aus Tansania zahlte. Die Reise war auch so schwierig genug. Um 16 Uhr verließen wir Stuttgart um 13 Uhr am Folgetag kamen wir am Kilimanjaro Flughafen in der Nähe Arushas in Tansania an. Wer noch nie in Afrika war kann sich nur schwer ein Bild davon machen wie so eine Ankunft aussieht – in den sogenannten Entwicklungsländern.

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Metzgerei - Tansania



Der Polizeipräsident und mein Fotoapparat

Uli van der Merwe - 27. Juli 2011 - 11:35

Ich hatte ein offenes Haus in Mosambik – offen heißt dabei wirklich offen, ich weiß nicht einmal ob es überhaupt ein Schlüsselloch besaß, obgleich es ein sehr schönes und modernes Haus mit großer Veranda (wie in den Ländern so üblich) war. Anfangs hatte ich ein bisschen Angst um meine Dinge, vor allem mein Laptop, aber als dann die Zeit verstrich und nichts verschwand wurde ich langsam entspannter.

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Vilankulos Blick auf den Markt



"Mach's-gut" - der König der Fischer

Uli van der Merwe - 23. Juli 2011 - 15:23

"Mach's-gut" war König der Fischer und das schon sehr, sehr lange Zeit. Er kontrollierte einen etwa 200km langen Küstenabstrich. Wenn man fragte, was es denn bedeutete "König der Fischer" zu sein, so bekam man keine klare Antwort, aber die Aussage, dass es eine unglaublich wichtige Position war, und so war "Mach's-gut" ein unglaublich bedeutender Mann, was man schon alleine daran erkennen konnte, dass er 5 Frauen und 28 Kinder hatte (die man ja auch irgendwie ernähren wollte).

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sao sebastiao



Bunce Island im Visier internationaler Archäologen

Uli van der Merwe - 27. Juni 2011 - 11:23

Bunce Island, vorrangig bekannt für seine Sklavenburg, ist eine kleine Insel etwa 30km entfernt von Freetown, der Hauptstadt Sierra Leones. Hier führte ein internationales Archäologen Team unter der Leitung von Professor Christopher DeCorse von der Syracuse Universität in New York, USA gerade eine 6 wöchige Ausgrabung durch um die Verbindung von der Burg zur Bootsanlegestelle freizulegen, von der aus viele der Sklaven nach Amerika verschifft wurden. Prof.

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Bunce Island Grave - Bild von SL Tourim