Auf dem Weg zur Pirateninsel

Vom Hochland zur Pirateninsel im Paradies

Sie beginnen Ihre Reise im Hochland. Während Ihrer Wanderung ist aus den umliegenden Dörfern das gleichmäßige Hämmern der Schmiede zu hören, die Spaten oder Schubkarren anfertigen. Die allgegenwärtigen Zebukarren transportieren Kind und Kegel, doch schon bald sind Sie als Wanderer alleine, umgeben von einer einst grünen, aber immer noch atemberaubenden Natur. Später fahren Sie in den mittleren Westen. Im östlichen Hochland von Madagaskar an der Straße von Antananarivo nach Toamasina liegt der keine Ort Andasibe. Hier ist der Ausgangspunkt für Ausflüge in das Indri-Indri Schutzgebiet von Analamazaotra, den direkt angrenzenden Orchideengarten und den Nationalpark Mantadia. Sie besichtigen den nahen Palmarium Park mit seinen verschiedenen Lemurenarten und der endemischen Pflanzenwelt. Per Motorboot fahren Sie auf dem Kanal des Pangalanes. Dann Nosy Boraha, Ste. Marie. Die üppige Vegetation mit den vielen kleinen Dörfern, die kilometerlangen Sandstrände mit Kokospalmen und seine Buchten hat diese tropische Trauminsel zu einem der beliebtesten Flecken Madagaskars gemacht. Eine Atmosphäre der Ruhe und purer Natur herrscht auf der Insel, ein Gefühl der Lebensfreude mit madagassischer Betonung.

Lage/Route

Reiseverlauf

Anreise:

Flug von Deutschland nach Antananarivo. Ankunft am Ivato International Airport, Antananarivo, Madagaskar.

Tag 1: Ankunft in Antananarivo

In Madagaskar kürzt man den Namen der Hauptstadt Antananarivo glücklicherweise zu 'Tana' ab. Tana ist eine bezaubernde Ansammlung farbenprächtiger Häuser, die oft atemberaubend schief an den Hängen kleben. Windschiefe Dächer, verwitterte Backsteinmauern und baufällige Holzbuden schieben sich waghalsig in- und übereinander, wie um sich gegenseitig am Abrutschen zu hindern. Sie werden am Flughafen abgeholt. Der Rest des Tages steht zur freien Verfügung. Unterkunft: Manga Guest House

Tag 2: Anjazafotsy

Auf der Fahrt nach Antsirabe kommen Sie durch das fruchtbare Hochland. Neben den für die Gegend typischen Reisterrassen sehen Sie auch viele Obst- und Gemüseplantagen. Sie halten hier und da, um mit Leuten zu reden oder das ländliche Leben zu beobachten. Die Umgebung von Antsirabe ist es wert, entdeckt zu werden. Hier und in Betafo werden die landwirtschaftlichen Produkte der Umgebung angebaut. Von hier aus wird der größte Teil des Obstes und Gemüse nach Tana transportiert und von dort im ganzen Land verkauft. Sie fahren direkt zu Ihrer ländlichen Unterkunft, in der Sie richtig unter den Dörflern leben. Sie machen eine Fahrradtour durch die Reisfelder und Dörfer, um die Menschen hier zu erleben und das Leben hier kennen zu lernen. Unterkunft: Rural Inn

Tag 3: Ambatonikolahy

Heute ist der erste Tag Ihrer zweitägigen Wanderung in der Gegend von Antsirabe. Die Region heißt Vakinankaratra. Sie wandern über Felder und durch Wälder und kommen an einem Vulkankratersee vorbei. Sie sehen zahlreiche Gräber, die verstreut, aber nie zufällig in der Landschaft stehen. Sie besichtigen eine Schmiede; wenn Sie wollen, können Sie sich Ihre eigene Schaufel oder Sense schmieden. Später kommen Sie weiter in das kleine Dorf Ambatonikolahy. Hier lernen Sie das Leben der einfachen Bauern kennen und leben im Haus einer Familie. Strom und fließendes Wasser sind noch nicht hier angekommen, durch die Gastfreundschaft werden Sie aber entschädigt. Am Abend können Sie an einer Tanz- und Musikparty teilnehmen. Unterkunft: Rural Inn

Tag 4: Antsirabe

Früh morgens beginnt Ihre Wanderung in der Gegend um Antsirabe. Gut 22 Kilometer geht es bergauf und bergab, am frühen Nachmittag ist das Ziel, der Ort Ambatonikolahy erreicht. Unterwegs erleben Sie das tägliche Leben der Bauern. Sie laufen durch eindrucksvolle Reisterrassen und kleine, für das Hochland typische, Dörfer. Sie lernen über den Reisanbau, die biologischen Düngemittel und das traditionelle Essen. Am Nachmittag sind Sie in Antsirabe. Der Name der Stadt bedeutet „wo es viele Mineralien gibt“. Aufgrund der fruchtbaren vulkanischen Erde und der Aktivität der Bevölkerung ist Antsirabe ein industrielles und landwirtschaftliches Zentrum geworden. Zudem gibt es 3000 Pousse Pousse. Diese bunten Gefährte, augenfälliges Erbe der Zuwanderer aus Südostasien, sind ein beliebtes Verkehrsmittel. Unterkunft: Flower Palace

Tag 5: Ampefy

Fahrt nach Ampefy, einem ruhigen Städtchen am Ufer eines großen Sees. Während der Fahrt haben Sie einen weiten Blick auf die Hügellandschaft, bevor Sie das Vulkangebiet um Ampefy erreichen. Unterwegs besuchen SIe ein Dorf, in dem die Bewohner aus alten Getränkedosen Miniaturfahrzeuge herstellen. Ferner können Sie Steinmetzen bei der Arbeit über die Schultern schauen. Zum Mittagessen besuchen Sie das Projekt des deutsch - madagassischen Vereins 'Ny Hary' aus Kirchheim / Teck. 'Antseranantsoa' (auf deutsch: 'Im sicheren Hafen') hat sich zum Ziel gesetzt, über 300 Schülerinnen und Schülern aus ländlichen Gegenden oder besonders armen Familien den Zugang zum Bildungssystem zu erleichtern bzw. erst zu ermöglichen, auch mit dem Ziel, Alternativen zur Kinderarbeit zu schaffen. Die Anlage bietet ausreichend Raum für Landwirtschaft und Viehzucht. So kann nicht nur ein wichtiger Beitrag zur Eigenversorgung geleistet werden, sondern durch das Einbeziehen der Schüler auch hier hilfreiches Wissen und Fertigkeiten vermitteln. Unterkunft: Kavitha 

Tag 6: Ampefy

Ampefy hat einen sehr dörflichen Charakter und ist von Reisterrassen, Feldern, vielen Hügeln sowie Kratern erloschener Vulkane umgeben. Bei Wanderungen rund um die Stadt, zur Ilôt de la Vierge, zu den heißen Quellen oder dem Wasserfall Lily bieten sich eine Fülle von Motiven. Die Menschen sind durchweg freundlich und lassen sich gerne fotografieren, wenn Sie sich ihnen höflich nähern und ihnen die Aufnahmen am Display zeigen. Unterkunft: Kavitha 

Tag 7: Andasibe

Sie fahren vom Hochland langsam in den immergrünen Regenwald, hinunter in das Reich der mythischen Indris. Auf gut halbem Weg machen Sie Stopp im Exotic Reptile Park. Chamäleons aller Arten und in allen Farben, groß oder ganz klein, Frösche und Schmetterlinge finden Sie hier. Der Regenwald von Andasibe-Mantadia ( oder Perinet, wie der alte französische Name lautet ) ist einer der letzten Plätze, um ihn zu beobachten. Dieses eigenartige Tier beeindruckt besonders durch seine weiten Sprünge von mehreren Metern. Der Indri, der mit einem außergewöhnlichen Gesang sein Revier markiert, gilt als der Riese unter den heute noch existierenden Lemuren. Am Abend unternehmen Sie einen ersten Rundgang, um Mausmakis, die kleinsten Halbaffen, schlafende Chamäleons und Baumfrösche zu sehen. Unterkunft: Indri Lodge

Tag 8: Andasibe - Mantadia Nationalpark

Der Park liegt in einer Region mit dichten tropischen Regenwäldern, die eine vielfältige Vegetation bieten von Baumfarnen, über Orchideen und Epiphyten über medizinische Pflanzen bis hin zu Lianen. Sie wandern im Indri Reservat, um die verschiedenen Arten der Lemuren, Vögel und anderen Tieren, insbesondere Reptilien, zu beobachten. Im dichten Primärwald des Mantadia National Parks versuchen Sie, den seltenen Diadem Sifaka, den schwarz-weißen Vari und den grauen Maki zu sehen. Steile Pfade führen durch das in seinem ursprünglichen Zustand belassene Urwaldgebiet 17 km von Andasibe entfernt. Unterkunft: Indri Lodge

Tag 9: Ankanin’ nofy

Auf geteerter Straße fahren Sie heute weiter Richtung Osten, zunächst bis Brickaville. Es ist recht grün, Sie sehen die typischen Hütten der Betsimisaraka Bevölkerung. Wenige Kilometer hinter Brickaville kommt dann die Abzweigung nach Manambato, zum Lac Rasoabe. Dann 'düsen' Sie per Motorboot auf dem Kanal des Pangalanes nach Ankanin’ nofy und bleiben in der idyllischen Umgebung des Ampitabe-See mit seinem weißen Sandstrand. Sie erkunden zu Fuß die Gegend um Ihr Hotel im Bereich des Kanals mit ihrer reichen Pflanzenwelt. Hier erwartet Sie sicher ein hinreißender Sonnenuntergang, den Sie am Wasser oder von der Terrasse des Bungalows aus genießen können. Unterkunft: Palmarium Hotel

Tag 10: Akanin' nofy

Sie besichtigen den nahen Palmarium Park mit seinen verschiedenen Lemurenarten und der endemischen Pflanzenwelt. Der Park überrascht mit einem Palmengarten mit 100.000 in Madagaskar heimischen Palmen. In den zahlreichen Süßwasserseen im Hinterland leben immer noch einige Krokodile. Unterkunft: Palmarium Hotel

Tag 11: Mahavelona (Foulpointe)

Per Motorboot fahren Sie auf dem Kanal bis zur Hafenstadt Tamatave (Toamasina). Mit über 600 km ist der Pangalanes eine der längsten Wasserstraßen der Welt. Er wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von Franzosen angelegt, um den Transport entlang der meist stürmischen Ostküste zu vereinfachen, ist heute aber nicht mehr durchgängig befahrbar. Die Vegetation ist üppig und sehr abwechslungsreich. Sie durchqueren einige Seen, an denen teilweise noch echter Primärwald zu sehen ist. Sie begegnen Bambusflößen und alten Kähnen. Dörfer entlang der Wasserstraße und die üppige Vegetation, mit Früchten und weiteren Waren beladene Boote etc. bieten schöne Motive. Toamasina ist die größte Hafenstadt und die zweitgrößte Stadt des Landes. Palmengesäumte Alleen und alte Villen aus der Kolonialzeit laden zum Flanieren ein. Von hier aus geht es direkt weiter nach Mahavelona (Foulpointe). Unterkunft: Manda Beach

Tag 12 - X: Nosy Boraha ( Ste. Marie )

Zeitig morgens fahren Sie weiter nach Soanierana-Ivongo. Per Bootstransfer geht es von hier aus nach Nosy Boraha. Wenn Sie Glück haben, sehen Sie während der Überfahrt schon die ersten Buckelwale. Am Nachmittag haben Sie eine erste Gelegenheit, am Strand entlang zu laufen. Genießen und entspannen Sie sich jetzt am Strand der tropischen Insel Nosy Boraha. Ste. Marie ist bekannt für seine weißen Sandstrände und Korallenriffe. Die dichte, grüne Vegetation und die Schwierigkeit, die Lagunen einzusehen, welche die Insel umgeben, machten die Insel zum idealen Stützpunkt für Piraten und Sträflinge. Heute ist die Insel eine Ferieninsel. Sie können hier unter Zimt-Bäumen spazieren gehen, an den kleinen Inselchen schnorcheln oder an einer der Sandbänke tauchen. Oder Sie genießen einfach ein oder zwei Cocktails und bewundern den Sonnenuntergang. Unterkunft: Princesse Bora Lodge, Vanivola, Soanambo Hotel, Masoandro Lodge

Tag X: Antananarivo

Sie werden zum Flughafen gebracht und fliegen zurück nach Antananarivo. Hier werden Sie je nach Abflugszeit noch ein Tageszimmer bekommen, bevor Sie dann zum Flughafen gebracht werden und von dort aus Ihre Heimreise antreten.

WICHTIGE HINWEISE:

Änderungen des Reiseverlaufs sind, falls es äußere Umstände verlangen möglich. Madagaskar ist ein Land der so genannten Dritten Welt und der Tourismus ist noch nicht voll entwickelt. Sie sollten auf Änderungen des Reiseverlaufs oder der Hotels bis zur letzten Minute vorbereitet sein. Durch Witterungseinflüsse ( Regen oder Zyklone ) können ganze Landstriche unter Wasser gesetzt oder Brücken zerstört werden. Flugzeuge fliegen, Züge fahren nicht immer pünktlich – manchmal überhaupt nicht. Der Standard von Straßen und Unterkünften ist nicht der gleiche wie in Europa. Diese Reise beinhaltet Inlandsflüge mit der Air Madagaskar. Die Air Madagaskar erfüllt nicht die europäischen Sicherheitsstandards für Fluglinien und ist somit schwarz gelistet. Es gibt keine alternative Airline, um die Inlandsflüge durchzuführen. Mit der Buchung dieser Reise erkennen Sie an, dass Sie auf die Schwarzlistung der Air Madagaskar hingewiesen worden sind. Auch gibt es bei der Air Madagaskar häufig Flugzeitänderungen. Stellen Sie sich auch auf Flugplanänderungen in der letzten Minute ein.  

Leistungen

Inklusivleistungen: 

Deutsch sprechende Reiseleitung, Übernachtung in den angegebenen oder ähnlichen Hotels im Doppelzimmer während der Rundreise, meist mit Dusche und WC, Mahlzeiten entsprechend dem Reiseplan inklusive 1 ½ l Mineralwasser pro Person von Tag 1 – 11, Fahrt im Auto oder Minibus, alle Transfers, alle Gebühren und Eintrittsgelder, Trinkgelder für örtliche Führer, Bedienungen.

Exklusivleistungen: 

Internationale und nationale Flüge, Getränke außer angegeben, persönliche Ausgaben, optionale Aktivitäten, Hotel auf Ste. Marie ( ab 40,00 € im Vanivola Hotel bzw. 80,00 € in der Princess Bora Lodge p. P. / Nacht).

Preise und Daten

Preis: 
ab 1 750,00 €
Tourdaten: 

Preise 2016

Geführte Reise Tag 1-11 (p. P. im DZ):
2 – 3 Personen: 2.035,00 €
4 - 5 Personen: 1.815,00 €
kleine Abenteuergruppe mit mindestens 6 Reisenden: 1.750,00 €
Einzelzimmerzuschlag: 275 €

Ab Tag 12 Übernachtungen Ste Marie - der Badeaufenthalt auf Nosy Bohara ist beliebig verlängerbar: Preis pro Person und Nacht (je nach Saisonzeit und Unterkunft variierend):
Vanivola: ab 40,00 €
Masoandro Lodge: ab 50,00 €
Soanambo Hotel: ab 80,00 €
Princesse Bora Lodge: ab 90,00 €

Täglich ab Antananarivo von Mai bis Dezember 2016. Internationale Flüge ab 1.300,00 €, abhängig von Saison, Airline und Buchungszeitpunkt.

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