Botswana
Visum
Ein Visum für touristische Zwecke wird bei Einreise gebührenfrei an den Grenzstationen erteilt.
Reisedokumente
Der Reisepass muss bei Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein. Deutsche Kinderausweise werden nur mit Lichtbild anerkannt. Die Einreise von Kindern unter 16 Jahren, die ohne eigenes Reisedokument, aber im Reisepass eines mitreisenden Elternteils eingetragen sind, ist erlaubt.
Botsuana (offizielle deutsche Schreibweise laut StAGN und Auswärtigem Amt), nach internationaler Schreibweise
Botswana, ist ein Land im südlichen Afrika. Der Name leitet sich von der Bezeichnung des Volkes der Tswana ab. Nationalfeiertag ist der 30. September, Tag der Unabhängigkeit von Großbritannien (1966). Botsuana grenzt im Südosten an Südafrika, im Westen an Namibia, im Norden an Sambia und im Nordosten an Simbabwe.
Etwa 21 % (Stand 2004) der Erwachsenen sind mit HIV infiziert – die zweithöchste Rate der Welt. Alle drei Stunden stirbt ein Mensch im Land an Aids. Die Krankheit bedroht zunehmend die sozioökonomische Existenz des Landes.
Geographie
Mit einer Fläche von rund 600.000 km² ist Botsuana etwas größer als Frankreich, das Land gehört allerdings zu den am dünnsten besiedelten der Erde. Große Teile des Landes macht die Halbwüste (Kalahari) im Südteil aus. Sie besteht aus Savanne (Dorn- und Grassavannen). Darüber hinaus gibt es Salzpfannen und Salzseen, die während der Regenzeit zu großen seichten Seen werden - das ist wichtig für zahlreiche Wildtiere.
Bevölkerung
Botsuana hat etwa 1,8 Millionen Einwohner. Die ethnische Zusammensetzung der Bevölkerung teilt sich wie folgt auf:
Sotho-Tswana 75,5 %
Shona 12,4 %
San 3,4 %
Khoi Khoi 2,5 %
Ndebele 1,3 %
andere 4,9 %, darunter etwa 2% Europäer.
Sprache
Amtssprache ist Englisch. Auf Englisch verhandelt das Parlament und auch alle größeren Zeitungen bedienen sich der englischen Sprache. Gleichwohl findet die Kommunikation in der Bevölkerung auf Setswana statt, einer Bantusprache, die von dem weitaus überwiegenden Teil der Einwohner verstanden wird. Diese Sprache ist auch Unterrichtssprache in der Grundschule.
Geschichte
In vorkolonialer Zeit war das Gebiet des heutigen Botsuana von mehreren kleinen Königreichen der Tswana beherrscht, die unter dem Druck einwandernder Buren um britische Hilfe baten. Großbritannien schloss mit den Tswana-Herrschern Schutzverträge und bald darauf war das Gebiet von 1865 bis 1966 unter dem Namen Bechuanaland das größte britische Protektorat im südlichen Afrika.
1961 gewährte man den Einwohnern eine eingeschränkte Autonomie und es bildeten sich die ersten politischen Parteien. Botsuana erlangte schließlich am 30. September 1966 seine Unabhängigkeit von Großbritannien und wurde Mitglied des Commonwealth und proklamierte auch seinen neuen Namen.
Infrastruktur
Die Überlandstraßen Botsuanas sind durchweg asphaltiert und in gutem bis sehr gutem Zustand. Straßen 2. Grades sind oft Staub- oder Schotterstraßen in recht gutem Zustand. Man muss allerdings sowohl auf Asphalt- als auch auf Staubstraßen mit plötzlich vorhandenen, teilweise tiefen und scharfkantigen Löchern rechnen. In jedem Fall muss man auch wegen des oft starken Wildwechsels (Elefanten, Antilopen, Warzenschweine u. a.) extrem aufmerksam fahren, um schwere Unfälle auszuschließen. Die Beschilderung ist übersichtlich und ausreichend. Kompass oder GPS sind nur notwendig, wenn man wirklich querfeldein fahren will. Mittlerweile gibt es eine durchgehende Fernverbindung (Trans Kalahari Highway), der Südafrikas Johannesburg mit Namibias Walfischbai verbindet und durch Botsuana geht.
Währung
1 EUR = 9,249 Botsuanische Pula (BWP) - Stand: 26.2.2010
Währung
Das Land verfügt über eine stabile Währung, den Pula, dessen Wechselkurs sowohl gegenüber dem Dollar als auch gegenüber dem Euro in den letzten Jahren angestiegen ist.
Tierwelt
Elefanten, Giraffen, zahlreiche Antilopenarten, Löwen, Leoparden, Geparde, Zebras und besonders der Vogelreichtum im Okavango-Delta Botsuanas sind Legende. Der bekannteste Vertreter der Fauna Botsuanas ist das Flusspferd, in der Landessprache Setswana als kubu bezeichnet. In seiner natürlichen Umgebung zu beobachten ist das Flusspferd neben dem Puku und dem Kaffernbüffel im Chobe National Park.
Chobe Nationalpark
Wer den Caprivi besucht, sollte den Chobe National Park, Botswanas wildreichstes Naturreservat, nicht versäumen. Der Nationalpark entstand 1960 und umfasst ein rund 11000 Quadratkilometer großes Gebiet südlich des Chobe Flusses. Der Park kann in bestimmten Bereichen nur in der trockenen Jahreszeit besucht werden, also zwischen April und Oktober. Besonders der nördliche Teil entlang des Chobe Rivers ist Überschwemmungszone und während der Regenzeit schwer zugänglich. Dies gilt auch für die Savuti Sümpfe im westlichen Teil des Parkgebiets. Der Süden ist trockener. Hier überwiegt eine Savannenlandschaft. Viele Gegenden im Chobe Park können nur per Geländewagen erreicht werden.
Die Wildkonzentration im Chobe Park ist immens. Kein anderes Naturschutzgebiet im südlichen Afrika hat einen ähnlich hohen Wildbestand. Allein 50.000 Elefanten leben im Park, ein Problem für die Ökologie des Systems, das eigentlich nur halb so viele Dickhäuter verkraftet. Die Elefantenherden verursachen schwerwiegende Flurschäden und müssten dringend dezimiert werden. Da auch die anderen Parks im südlichen Afrika über zu viele Elefanten klagen, will jedoch niemand die Chobe Elefanten übernehmen, so dass man sie auf kurz oder lang zum Abschuss freigeben muss. Elefanten können nur herdenweise getötet oder verlegt werden, weil die übrig bleibenden Tiere andernfalls beim Anblick von Menschen für lange Zeit extrem aggressiv reagieren.
Die Magadigadi (oder Makgadikgadi) Salzpfannen
Mit mehr als 12.000 qkm Fläche ist das Gebiet der Makgadikgadi-Salzpfannen das größte seiner Art weltweit. Noch vor 200.000 Jahren erstreckte sich auf diesem Gebiet einer der größten Binnenseen Afrikas. Seither ist er nach und nach ausgetrocknet. Noch heute finden sich an den einstigen Ufersäumen zahllose archäologische Spuren frühester Besiedlung Besonders beeindruckend ist in dieser Hinsicht auch Kubu Island, eine Erhebung in der flachen Salzpfannenwelt, die man am besten von Süden aus und nur im Konvoi (Allradantrieb!) erreicht. Zu den herausragenden Sehenswürdigkeiten zählen die Salzpfannen selbst, die man auf einer spektakulären Quad Bike Safari kennenlernen kann, aber auch Chapman’s Baoboab, an dem sich schon David Livingstone einfand und Nachrichten hinterließ. Besonders spektakulär sind die Salzpfannen während der Regenzeit, wenn sich das Wasser oft nur knöcheltief über der Salzkruste staut. Tausende Tiere folgen dann dem Wasser des Okavango und seiner Nebenflüsse auf ihrer jährlichen Migration in dieses Gebiet. Bei Nata lohnen das Nata Bird Sanctuary (Vogelbeobachtung) sowie die riesige dort siedelnde Flamingo-Kolonie.
